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Fotograf Paolo Di Paolo : „Das wichtigste Foto meiner Karriere“

Ikonisch: Regisseur Pier Paolo Pasolini schaut auf dem Monte dei Cocci einem Jungen nach, der die Szene gleichgültig kreuzt. Bild: PAOLO DI PAOLO MONDO PERDUTO

Gina Lollobrigida, Marcello Mastroianni oder Anna Magnani: Paolo di Paolo fotografierte Italiens Stars so nahbar, als säße man ihnen im Café gegenüber. Das wichtigste Bild seiner Karriere verdankte er einem glücklichen Zufall.

          Woran erkennt man, dass der nächste Moment die Karriere entscheiden wird? Paolo Di Paolo ahnte es, als beim Reportage-Spaziergang 1959 mit dem Regisseur und Autor Pier Paolo Pasolini am Monte dei Cocci in Rom das Unvorhersehbare geschah: „Ein Junge, einer von denen, die wir am Fuße des Bergs getroffen hatten, kam hinter einer Hecke hervor und schien uns nachzuspionieren“, sagt der heute 93 Jahre alte italienische Fotograf. „In diesem Moment ahnte ich, dass die Situation für das wichtigste Foto meiner Karriere im Entstehen begriffen war.“

          Maria Wiesner

          Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET.

          Er spürte auch, dass er zunächst einige Sekunden lang gleichgültig bleiben musste, „um Pasolinis Ruhe nicht zu stören und den Jungen nicht zu alarmieren“. Ein paar Sekunden, um professionell zu bleiben, sagt er, und zählt dann die technischen Details auf, die das Foto wie die Aufnahme einer Filmszene wirken lassen: „Ich kalkulierte, dass ich ein Superweitwinkelobjektiv aufsetzen musste. Ich nahm eines mit 21 Millimetern. Ich musste unterbelichten, um das Grau der Szene hervorzuheben. Ich schloss die Blende um zwei Werte und kompensierte das mit einer längeren Belichtungszeit. Ich setzte den Fokus auf unendlich, und unter dem Vorwand, abgelenkt zu sein, drehte ich mich von der Szene weg, von der ich hoffte, dass sie wahr werden würde. Als ich mich wieder umdrehte, musste ich nur noch auf den Knopf drücken. Pasolini, der am Fuß des Kreuzes saß, folgte dem Jungen mit den Augen, von seiner Gleichgültigkeit überrascht. Der Junge, sichtlich verlegen, wollte die Szene verlassen und in der Mitte das stumme Schauspiel einer tragisch trostlosen Umgebung.“

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