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Pendler in Zimbabwe : Billig und zuverlässig: der Freedom Train

  • Aktualisiert am

Auch hier gilt: Beförderung nur mit gültigem Fahrschein. Bild: Zinyange Auntony / AFP

Freedom Train nennen die Pendler in Zimbabwe ihren Zug, der seit kurzem wieder durch die Landschaft rollt. Fotograf Zinyange Auntony von der Nachrichtenagentur AFP hat sie auf der Fahrt in die Stadt begleitet.

          Wenn sich der Freedom Train um sechs Uhr früh auf den Weg macht, ist er schon mit tausend Menschen gefüllt. Sie wollen nach Bulawayo, nach Harare die zweitgrößte Stadt Zimbabwes. Arbeiter, Angestellte, Händler, Lehrer, Schüler und Studenten - die üblichen Pendler eben.

          Schon am ersten Halt ist der Zug voll.

          Seit dem Morgengrauen haben sie an den Gleisen im Vorort Cowdray Park auf den einzigen Pendlerzug gewartet, der sie in die nächste Stadt bringt.

          Ohne Bahnsteig geht es auch.
          Park and Ride. Mancher kommt mit dem Fahrrad.
          Einer der Ersten - noch ist der Zug weit weg.
          Lichtblick - der Zug kommt.
          Ein ausrangierter Waggon muss als Ticketschalter langen.

          Dort , wo sie leben, gibt es keinen Bahnhof, nicht mal einen Bahnsteig. Als Kartenhäuschen dient ein ausrangierter Waggon, der etwas abseits von den Gleisen steht.

          Schüler warten auf den Zug.
          Fein sein, wenn der Unterricht beginnt.  Junge Mädchen in Schuluniform kümmern sich um ihre Haare.
          Hut, Shorts und Krawatte: Schuluniform ist Pflicht.
          Der Zug ist voll. Es geht noch voller.

          Über 20 Kilometer rumpelt der Zug durch das Buschland, hält unterwegt, nimmt neue Passagiere auf. Wenn er nach einer Stunde in Bulawayo ankommt, hat er an die 2000 Menschen eingesammelt.

          Polizei bewacht einen Checkpoint am Rande der Strecke.
          Pendler drängeln in den Zug....

          Die Pendler haben ihrem Zug den Kosenamen Freedom Train gegeben, weil er sie billig in die Stadt bringt und unabhängig von den ständig steigenden Spritpreisen macht. Seit wenigen Monaten erst fährt er wieder.

          Der Betrieb der einst stolzen National Railways of Zimbabwe war in der miserablen Wirtschaftslage unter Robert Mugabe immer weiter zurückgefahren worden.

          ... und suchen einen Platz.
          Nicht alle haben einen gefunden.
          Am Ziel. Die Stadt wird voller.
          Am Bahnhof Bulawayo gibt es Fahrkartenschalter.
          National Rail of Zimbabwe - Manche Waggons fuhren schon in der Kolonialzeit, als das Land noch Rhodesien hieß.

          Vor 13 Jahren wurde die Strecke nach Bulawayo schließlich ganz eingestellt. Minibusse brachten dann die Menschen in die Stadt. Mit Blick auf preiswerte Transportmittel hat die neue Regierung jetzt 2,5 Millionen $ investiert und den Zug wieder reaktiviert. Die Fahrt kostet 50 Cent. Im Minibus muss man für die Strecke vier Mal so viel hinlegen.

          Die Region liebt ihren Freedom Train.
          Wer zu spät kommt, hat Pech. Der Zug fähr nur einmal am Tag.

           Zinyange Auntony beantwortet unsere Fragen zu seiner Arbeit.

          - First of all we’d be interested to know what you experienced during the photo shoot and what made you pick that particular theme ?

          I have used the train briefly before 2006 when the country was in a cash crisis so I kind of had an idea what it looks like and feels like when it was reintroduced late last year. I knew there were other stories to tell about Zimbabwe, I knowledge about how people get around everyday was equally important as the story about people protesting against the fuel price hike. The protest caught everyone’s attention, mine too, as well as the state crackdown, but nobody seemed to wonder now that fuel is so expensive how does the ordinary poor person travel? That’s why this story was important to me, it was about the everyday life that still goes on beyond the protests and terrible brutality I’d witnessed and documented.  

          - When and where were you born, where have you been educated und what are stages of your professional career ?

           Born December 1984 in the mining town of Zvishavane and I did both primary and secondary education there. (Midlands Province), in 2007 I completed a National Certificate in Applied Art and Design at Masvingo Polytechnic (Masvingo Province) , 2014 I took a Photojournalism and Documentary Photography course at the Market Photo Workshop in Johannesburg South Africa.

          - What is your standard camera equipment ? Is there any special or favorite gear ?

           I use a Sony A6000 with a Sony FE 35mm lenses, gifted to me by Marco Longari as an alternative camera during the Zimbabwe coup of 2017 and I still use it as such when situations require less intrusive gear. My go to cameras are the Sony A7 with a Samyang 35 mm F2.8 and and A7 Mk 2 with Sony FE50mm F1.8. I also alternate with Sony     

          - How do you process/edit your images ? What particular darkroom technique, software or apps do you utilize?

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