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Das Moulin Rouge in Paris : Und die Beine fliegen noch immer

  • -Aktualisiert am

Eine Tänzerin präsentiert sich mit roten Federflügen während der Wiederaufführung von „Féerie“ im Moulin Rouge. Bild: Philippe Wojazer/Reuters

Fliegende Beine, wippende Federboas und sehr viel Glitzerkram auf nackter Haut: Das Moulin Rouge in Paris ist jetzt 130 Jahre jung.

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          Das Moulin Rouge ist 130 Jahre alt geworden und feiert seine Jubeljahre mit einer ausgelassenen Show, die 1999 schon einmal ein Erfolg war. In dem Stück “Férrie“ , das der amerikanische Choreograf Bill Goodson eigens für das Moulin Rouge konzipierte, klingen die schnellen Rhythmen des Cancan. Sein obligatorischer 2/4 Takt, der die mit Cancan-Schuhen geschmückten Beine zum Fliegen bringt, bescherte dem Pariser Lokal Weltbekanntheit.

          Dem Fotografen Phillippe Wojazer wurden die Türen geöffnet, um hinter die schillernden Kulissen zu schauen. Er hat die Choreografie, die während der Bühnenschau im Hintergrund läuft, detailreich aufgenommen und schenkt uns einen Blick auf ein verstecktes, aber nicht weniger buntes, Gesicht des legendären Moulin Rouges.

          Für lange Monate begleitete der Pariser Philippe Wojazar mit seiner Canon 1DX das Entstehen der Wiederaufführung von „Férrie“ und dokumentierte das Leben hinter der Bühne, das wohl seit 130 Jahren zwischen harter Disziplin und spielerischer Leichtigkeit zu pendeln scheint.

          Das Moulin Rouge vor einem herbstlichen Pariser Abendhimmel.
          Glendene tanzt den Cancan. Der schnelle Tanz im 2/4 Takt, der um 1830 in Paris erstand, zählt heute noch zu den Attraktionen des Moulin Rouge.
          Vor dem Cancan streckt die Tänzerin Axelle ihre Muskeln, um sie aufzuwärmen.
          Im Backstage-Bereich warten die Tänzer Claudiu, Harry und Reece zusammen mit den Tänzerinnen Samantha und Claudine auf ihren nächsten Auftritt.
          In der Schneiderwerkstatt des Varieté-Theaters kümmern sich Angestellte um die farbenprächtigen Kostüme.
          Der Tanz fordert ein hartes Training. Hier sieht man eine Vorbereitungsstunde für das Treffen mit dem amerikanischen Choreografen Bill Goodson.
          Die Tänzerinnen wärmen sich für „Red“ auf, einem ganz in Rot gehaltenen Zwischenpart des „Féerie“-Spektakels.
          Üben, üben,üben: Die Tänzerin und Trainerin Audrey studiert mit den Tänzerinnen des Moulin Rouge Bewegungsabläufe ein.
          Die Tänzerin Courtney steht auf einem Stuhl in ihrem Umkleideraum. Rechts sieht man die aneinandergereihten pinken und schwarzen Bühnenstiefel.
          Claudine schminkt sich für ihren Auftritt in „Féerie“. Sie tanzt seit sieben Jahren für das Moulin Rouge und seit drei Jahren in den Hauptrollen.
          Im Stück „Féerie“ wechseln die Kostüme so schnell wie die Rhythmen. Hier sieht man wie der Tänzerin Megan beim schnellen Umziehen geholfen wird.
          Die Tänzerinnen Courtney und Lacie warten im Flur des Moulin Rouge auf ihren Auftritt.
          Der letzte Schliff: Jessey und Romane streifen sich noch schnell ihre Handschuhe über, bevor es auf die Bühne geht.
          Die französischen Cancan-Schuhe werden anlässlich der Wiederaufführung von „Féerie“ in der Schuhwerkstatt Clairvory ausgestellt.
          Federschmuck und Paradiesvogel-Gefieder krönen die farbenfrohe Wiederaufführung von „Féerie“.


          Im F.A.Z.-Fragebogen erzählt uns Phillipe Wojazar seine Arbeit:


          I chose to cover the Moulin Rouge to mark their 130th anniversary. The Moulin Rouge is a marvelous place, full of colours and energy and the people are all highly professional. I do not know any country where people aren’t aware of the Moulin Rouge.

          When and where were you born, where have you been educated and what are stages of your professional career ?
          I was born and raised in Paris in 1959. I have worked for Reuters for the last 35 years.

          What is your standard camera equipment ? Is there any special or favorite gear ?
          I am working with two Canon 1DX Mark 2 and mainly two lenses (24-70mm 2.8 and 70-200 mm 2.8)

          How do you process/edit your images ? What particular darkroom technique, software or apps do you utilize?
          At Reuters we have very strict rules about processing pictures.  I use Fotostation to edit and process my images.

          Do you have photographic role models ?
          My favorite photographer is William Eggleston.

          Is there a portfolio or photobook that inspired you ?
          No.

          Where can one find more of your photographic work?
          My pictures can be found on Reuters Wider Image website: https://widerimage.reuters.com/photographer/philippe-wojazer  and some on my Instagram page.

          Philippe Wojazer auf Instagram: https://www.instagram.com/philippe.wojazer/?hl=de

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