20 Tage in Mariupol :
„Wo zum Teufel sind die Journalisten?“

Lesezeit: 6 Min.
Menschen in einem Krankenhaus gehen während russischem Beschuss in Deckung. Mariupol, 4. März.
Die Foto- und Videojournalisten Mstyslav Chernov und Evgeniy Maloletka waren mit die letzten Reporter in der von russischen Truppen eingekesselten Stadt Mariupol. Wir dokumentieren ihren Bericht über die Tage in der Stadt.

Die Russen jagten uns. Sie hatten eine Liste von Namen, auf der wir auch standen und sie kamen schnell näher. Wir waren die einzigen übriggebliebenen internationalen Journalisten in Mariupol und wir dokumentierten die Belagerung durch die Russen in der Stadt seit nunmehr zwei Wochen. Gerade berichteten wir aus einem Krankenhaus, als Bewaffnete in die Flure des Gebäudes kamen. Die Ärzte gaben uns weiße Krankenhauskittel, um sie als Tarnung zu tragen.

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