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Mangrovenwälder in Brasilien : Was die Krabben erzählen

  • Aktualisiert am

Der Fischer Jose da Cruz fängt Krabben mit bloßen Händen im Mangrovenwald des Flusses Caratingui. Bild: Nacho Doce/Reuters

Kaum jemand beobachtet die Auswirkungen des Klimawandels in den brasilianischen Mangrovenwäldern so genau wie die Krabbenfischer. Tagtäglich kämpfen sie sich durch das wilde Dickicht des gigantischen Sumpfgebiets. Der Fotograf Nacho Doce hat sie begleitet.

          2 Min.

          Der brasilianische Mangrovenwald, ein wildes Dickicht aus im Sumpf und Morast verwachsenen Büschen und Bäumen, bedeckt mehr als 14.000 Quadratkilometer der südamerikanischen Atlantikküste. Biologen gehen davon aus, dass das riesige Ökosystem aufgrund seiner besonderen Flora mehr Kohlenstoffdioxid binden kann, als ähnlich große Flächen des Amazonas-Regenwaldes.

          Aber die Krabbenfischer, die seit Jahrzehnten die Mangrovenwälder beobachten, nehmen die Veränderungen, die der Klimawandel mit sich bringt, deutlich wahr. Mittlerweile ist die tägliche Beute von Jose da Cruz nur halb so groß als noch vor zehn Jahren. Das Wasser in den Mangrovenwäldern steigt, es wird wärmer im Sumpf – und das Artensterben der Tiere und Pflanzen ist immer offensichtlicher: „Die Natur ist verärgert... In der Antarktis, es schmilzt, die Natur schmilzt“, sagt der Krabbenfischer.

          Der Fotograf Nacho Doce hat einen Arbeitstag von da Cruz dokumentiert und für uns die enge und lebenswichtige Verbindung des Menschen zur Natur in seinen Bildern einfangen:

          Jose da Cruz lauscht einer Radioübertragung in seinem Haus in Cairu, Bahia.
          Jose da Cruz lauscht einer Radioübertragung in seinem Haus in Cairu, Bahia. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Mit einem Zuckerrohr geht der Fischer durch sein Haus.
          Mit einem Zuckerrohr geht der Fischer durch sein Haus. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Vor seinem Haus schärft der Fischer sein Messer.
          Vor seinem Haus schärft der Fischer sein Messer. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Durch das Fenster im Haus von Jose da Cruz sieht man Fischerboote vorbeiziehen.
          Durch das Fenster im Haus von Jose da Cruz sieht man Fischerboote vorbeiziehen. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Jose da Cruz fährt mit seinem Boot in Richtung Mangrovenwälder auf dem Fluss Caratingui. Im Hintergrund sieht man die Siedlung Cairu.
          Jose da Cruz fährt mit seinem Boot in Richtung Mangrovenwälder auf dem Fluss Caratingui. Im Hintergrund sieht man die Siedlung Cairu. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Bevor das Krabbenfischen beginnt, schützt Jose da Cruz seine Haut mit einem Mittel gegen Insekten.
          Bevor das Krabbenfischen beginnt, schützt Jose da Cruz seine Haut mit einem Mittel gegen Insekten. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Mit bloßen Händen sucht Jose da Cruz armtief im Sumpf der Mangrovenwälder nach Krabben.
          Mit bloßen Händen sucht Jose da Cruz armtief im Sumpf der Mangrovenwälder nach Krabben. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Zwei der im Morast erbeuteten Krabben hält der Fischer vor die Kamera.
          Zwei der im Morast erbeuteten Krabben hält der Fischer vor die Kamera. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Mit einem Sack voll Krabben in der Hand klettert der Fischer durch das Mangrovendickicht zurück zu seinem Boot.
          Mit einem Sack voll Krabben in der Hand klettert der Fischer durch das Mangrovendickicht zurück zu seinem Boot. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Unterdessen erntet Vendeka, die Frau von Jose da Cruz, Austern in den Mangroven vom Caratingui.
          Unterdessen erntet Vendeka, die Frau von Jose da Cruz, Austern in den Mangroven vom Caratingui. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Vandeka hält eine geerntete Auster in ihrer Hand.
          Vandeka hält eine geerntete Auster in ihrer Hand. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Für das brasilianische Gericht Moqueca schält Vandeka die Krabben aus dem Mangrovenwald.
          Für das brasilianische Gericht Moqueca schält Vandeka die Krabben aus dem Mangrovenwald. : Bild: nacho Doce/Reuters
          Jose da Cruz spricht mit seinem Nachbarn auf der Veranda seines Hauses.
          Jose da Cruz spricht mit seinem Nachbarn auf der Veranda seines Hauses. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Der Abend bricht herein und Jose da Cruz putzt im letzten Licht seine Zähne am Eingang seines Hauses.
          Der Abend bricht herein und Jose da Cruz putzt im letzten Licht seine Zähne am Eingang seines Hauses. : Bild: Nacho Doce/Reuters
          Sein Fischerboot liegt fest an den Ufern des Caratinguis. Der Wasserpegel in den Mangroven Bahias steigt unaufhaltsam.
          Sein Fischerboot liegt fest an den Ufern des Caratinguis. Der Wasserpegel in den Mangroven Bahias steigt unaufhaltsam. : Bild: Nacho Doce/Reuters

          Der Fotograf Nacho Doce hat uns einige Fragen zu seiner Arbeit und der Entstehungsgeschichte der Reportage beantwortet:

          First of all we’d be interested to know what you experienced during the photo shoot and what made you pick that particular theme?

          Maranhao State is the state of Brazil more poor. As is usual, the persons are very humble in the economic and heart which makes them all the more big persons. When i drunk water of land and with savour to it, I said to myself : really is very easy talk but living every day as them............

          When and where were you born, where have you been educated and what are stages of your professional career?

          I was born in the Galician city of Ferrol, northwestern Spain. I studied photography at the “ Instituto de Fotografia de Catalonia” in Barcelona, worked as photojournalist in newspaper El Mundo and after I joined Reuters as stringer based in Portugal in 2003, now I am with Reuters in Sao Paulo, Brazil from May 2010.

          What is your standard camera equipment? Is there any special or favorite gear?

          I have the canon Mark IV with one lens of 35mm but i love the Fuji X-Pro O2 with 35mm. According the work, i used one or other.

          How do you process/edit your images? What particular darkroom technique, software or apps do you utilize?

          First, I do my argument of work, after do my first edition and with the second edition send my editors in Wider Image, and we discuss the pictures before we making a final decision. Very important for me.

          Do you have photographic role models?

          My heart and feeling.

          Is there a portfolio or photobook that inspired you?

          I love the pictures that I do not know how to do.

          Mehr von Nacho Doces Arbeit findet man unter: https://widerimage.reuters.com/photographer/nacho-doce

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