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Knochenjob Bergarbeiter : Unter Tage in den Kohleminen Georgiens

Minenarbeiter unter Tage: Eine kleine Kopflampe beleuchtet den Arbeitsplatz. Bild: David Mdzinarishvili/ Reuters

Hart, dreckig und laut ist die Arbeit unter Tage. In Georgien wird noch Steinkohle in den unterirdischen Lagerstätten abgebaut und gefördert.

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          Immer wieder kommt es dabei zu Unfällen, häufig mit tragischen Ausgang. In der Kohlemine der georgischen Stadt Tkibulli starben vor kurzem bei einem Grubenunglück sechs Bergarbeiter, drei weitere wurden verletzt. In den vergangenen zehn Jahren starben in der Mindeli Grube der Saknakhshiri Coal Mining Company in Tkibulli 32 Kumpel unter Tage. Tkibulli ist ein Städtchen rund 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Tiblisi. Die Männer in der Stadt würden, wenn es andere Arbeit gäbe, nicht in der Kohlegrube arbeiten. Für sie gibt es jedoch keine anderen Jobs.

          Der 20 Jahre alte Bergarbeiter David Tsnobiladze ruht sich nach der schweren Arbeit unter Tage im Umkleideraum der Kohlegrube aus.
          Der 38-jährige David Kublashvili wartet, um in die Grube einfahren zu können.
          Nach der dreckigen Arbeit unter Tage wechseln die Arbeiter ihre Arbeitskleidung gegen ihre Alltagskleidung, die an Haken unter der Decke hängt.
          Am Eingang zur Kohlegrube ist ein Geldautomat installiert.
          Ein  Bergmann trägt einen Gasdetektor, der ihn unter Tage vor dem gefährlichen Grubengas warnen soll.
          In der Näherei Miller & Co sitzen Frauen an der Nähmaschine.
          Trainer Oleg Panchulidze trainiert einen Jungen in der Kunst des Kung Fu.
          Mädchen besuchen einen Tanzkurs in Tkibuli.
          Ein Wohnkomplex aus der Zeit der Sowjetunion
          Jungen im Freibad von Tkibuli
          Nur das Licht ihrer Helmlampen beleuchtet den Arbeitsplatz der Bergmänner unter Tage.
          In der Abenddämmerung steht eine Frau mit ihrem Kind auf der Straße in Tkibuli und telefoniert.
          Die acht Jahre alte Lizi trauert um ihren Großvater Mikheil Gamezardashvili, der bei dem Unfall in der Mine ums Leben gekommen ist.
          Trauerfeier für die Bergleute, die bei dem Grubenunglück ums Leben gekommen sind.
          Guram Gamezardashvili steht am Grab seines Sohnes Pavle, der bei dem Grubenunglück in der Mindeli-Mine ums Leben kam. Der 54 Jahre alte Bergmann Guram wurde 2010 bei der Arbeit in der Mine verletzt und ist seitdem im Ruhestand. Sein Sohn Pavle starb Anfang 2018 in der Mine. „Es gibt keine andere Arbeit in der Stadt, deshalb arbeiten wir alle in der Mine. Wir brauchen mehr Aufmerksamkeit von der Regierung, die Sicherheitsregeln müssen verschärft werden. Die Schließung der Mine ist keine Lösung, dies würde nur zu mehr Arbeitslosigkeit und Hunger führen“, sagt er.
          Dirk Zimmer

          Bildredakteur.

          David Mdzinarishvili hat unseren Fragebogen beantwortet und berichtet über sein Projekt:

          This theme comes to my interest from local media, which repeatedly reported about incidents and casualties at the mine the last couple of years. It seemed the numbers of deaths and serious injuries were rising. Some politicians and NGO activists even called to close the mine. But not locals, they wanted to keep working, keep going underground.

          When and where were you born, where have you been educated and what are stages of your professional career?

          I was born in Tbilisi, Georgia in 1974. I was graduated from Tbilisi Technical University but I have never worked in my speciality. Instead, I made my hobby, photography, my profession. I started with a local newspaper in Tbilisi then news agency and from the 2000 year worked for Reuters for 18 years. Now I'm a freelance photographer.

          What is your standard camera equipment? Is there any special or favorite gear?

          Last 18 years I've used Canon equipment mostly 1D series. But my favourite gear is EOS 5 MK IV with 35mm/1.4

          How do you process/edit your images? What particular darkroom technique, software or apps do you utilize?

          As a news photographer, especially working for Reuters, I do not use post-processing software, just basic adjustment like crop or minor levels adjustment. Most of the photography should be done during a shooting. My goal as a news photographer is to show reality as it is.

          Hier erfahren Sie mehr über den Fotografen: 

          https://widerimage.reuters.com/photographer/david-mdzinarishvili
          https://pictures.reuters.com/

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