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Reporter ohne Grenzen : Fotos für die Pressefreiheit

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Auf die Frage, welche Arbeitsbedingungen sie erlebte, antwortete Woo: 

 I went to various „Mgangas“ and tried to make personal contacts.Sometimes in cement bricked, one-story buildings, sometimes in small shacks as treatment areas. In order to not be disrespectful I wore a full abaya and was covered from head to toe as to not offend anyones religious feelings of Womens modesty, so often I was dripping in sweat while carrying all my camera equipment. Still, it was very difficult to take pictures because it is a closed society that looks down on anything that can be perceived as immodest. At the beginning of my research, I was repeatedly yelled at, threatened and even kicked at once by a patient. 

Sie erklärt weiter wie das Thema und die außergewöhnlichen Situationen auf sie persönlich wirkte:

 I initially felt uncomfortable, like a voyeur or someone who was interestedd in poverty porn.  I’d be  sitting in the waiting room and watching parents with their, sometimes, seriously ill children with this massive camera in their faces. But the more I went there, the more normal and accepted I felt. The patients perceived my presence more relaxed and I eventually began to feel that it was alright to be there as well that it was a honor to be able to perhaps shift the conversation about traditional medicines. That people still go there in the Global South often because they have very little choice as their hospitals don’t always serve them.

After working on this project I feel like I´ve become more empathetic and willing to try and understand a bit better the hard choices that people sometimes have to make.

Indien. Während eines Protests gegen die militärische Besetzung des Kaschmirtals attackiert ein vermummter Mann ein gepanzertes Fahrzeug der indischen Polizei. Den Einmarsch indischer Soldaten, die ersten Ausgangssperren, die Blockade des Internets und Telefonnetzes: Der Fotograf Dar Yasin, der in Kaschmir zuhause ist, hat all das hautnah miterlebt.

Der Fotojournalist Dar Yasin erzählt in seinen Bildern von einer Region, die auseinander zu brechen droht – und von unerschütterlichen Kaschmiris, die der Krise trotzen.

„Es fühlte sich an, als seien wir über Nacht in ein schwarzes Loch gestoßen worden“, so beschreibt Dar Yasin das Leben in der Region Kaschmir, die seit Jahrzehnten für Konflikte zwischen Indien und Pakistan sorgt.

Russland. Die Künstlerin und Aktivistin Daria Serenko hält unweit des Kreml selbst beschriebene Protestplakate in der Hand. Für ihr Projekt „Alternative Moscow“ hat die russische Fotografin Oksana Yushko die Moskauer Proteste im Sommer 2019 begleitet. Damals gingen Menschen für den Journalisten Iwan Golunow auf die Straße, der wegen fabrizierter Drogenvorwürfe unter Hausarrest stand, später demonstrierten sie für faire und freie Kommunalwahlen.

Für ihr Projekt „Alternative Moscow“ hat die russische Fotografin Oksana Yushko die Moskauer Proteste im Sommer begleitet. Ihre ersten Aufnahmen entstanden während einer Kundgebung für den Journalisten Iwan Golunow, der aufgrund eines konstruierten Vorwurfs des Drogenhandels im Juni 2019 unter Hausarrest gestellt wurde. Später begleitete sie die Demonstrationen für faire und freie Kommunalwahlen, bei denen mehr als 1.300 Menschen festgenommen wurden. 

Oksana Yushko teilte mit uns was sie motiviert hat, diese Geschichte zu fotografieren:

„My take on this topic was to document what’s happening in my country as a photographer, to show different opinions and thoughts of people as a journalist, and to stop absurd criminal cases on participants detained during rallies.“

Kolumbien. Der bewaffnete Konflikt zwischen der FARCGuerilla und der Regierung hält Kolumbien seit Jahrzehnten in Atem und hat bis heute mehr als 250.000 Menschen das Leben gekostet. Auch der Fotograf Andrés Cardona hat zahlreiche Familienangehörige verloren. Das Foto zeigt Cardonas Großmutter im Alter von 89 Jahren. Ihr Vater wurde von kolumbianischen Streitkräften getötet.

Seit Jahrzehnten ist Kolumbien durch die Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und der FARC-Guerilla geprägt. Was bedeutet dieser Konflikt für die Menschen im Land? Der Fotograf Andres Cardona zeigt die Auswirkungen des Mordens am Beispiel seiner eigenen Familie.

Er erklärt, was ihn dazu bewogen hat, dieses Thema zu fotografieren, und was die Herausforderungen waren: 

This photographic project is about my life and my childhood. It is about the Colombian conflict and its injustices. I want my photographs to stand for justice and truth. Those justice and truth which were not given by the state to the members of my family killed by the armed conflict, by the military forces or by government policies against social leaders.

My aim is to relieve pain and death, to keep on talking about what war does to us. It is a personal project and it takes time.

The project was totally financed by me and I worked on it  for seasons, drawing a lot from conversations with my relatives. Everything was very organic, long conversations, few photographs, wounds opened by the war that little by liitle could close.

Reporter ohne Grenzen dokumentiert Verstöße gegen die Presse- und Informationsfreiheit weltweit und alarmiert die Öffentlichkeit, wenn Journalisten und deren Mitarbeiter in Gefahr sind.

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