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FAZ-Sprinter : Flüssig läuft’s schon lange nicht mehr

Unser Sprinter-Autor: Sebastian Reuter Bild: Robert Wenkemann

Stress statt schönste Zeit: Ihre gute Laune verlieren viele Deutsche in den Sommerferien gleich aus mehreren Gründen. Dafür können sie sich über eine andere Sache freuen – theoretisch zumindest. Was sonst wichtig wird, steht im FAZ-Sprinter.

          Haben Sie auch schon Ihre Koffer gepackt? An diesem Freitag startet mit Nordrhein-Westfalen das bevölkerungsreichste Bundesland in seine Sommerferien. Bis auf die Spätzünder aus Bayern und Baden-Württemberg befindet sich ab dem Wochenende also ein Großteil der deutschen Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals mitsamt Familien im absoluten Freizeitmodus. Was für viele die schönste Zeit des Jahres bedeutet, sorgt auf der anderen Seite für jede Menge Stress – im Stau auf der überfüllten Autobahn, bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen und in unzähligen Warteschlangen an Eisdielen, Freizeitparks oder Freibädern. Gerade am Beckenrand streiten sich die Menschen immer häufiger so heftig, dass manche gar schon um ihr Leben fürchten. Wenn fast ganz Deutschland Ferien hat, läuft es schon lange nicht mehr flüssig und entspannt. Eine Lösung wäre, den sogenannten Ferienkorridor zu erweitern – also die Sommerferien der Bundesländer beispielsweise von Anfang Juni bis Ende September zu strecken. Da machen von Politik bis zu Lehrerverbänden die meisten aber nicht mit. Schade eigentlich.

          Pünktlich zu den Ferien können sich die meisten Deutschen dann auch über diese Nachricht freuen: Ab der nächsten Woche, genau genommen ab Montag, dem 15. Juli, arbeiten Sie nämlich komplett für sich selbst! Das bedeutet allerdings auch: Bis zum heutigen Start ins Wochenende ist alles, was Sie bislang erwirtschaftet haben, an den Staat gegangen – rein rechnerisch jedenfalls. Was ein ganz normaler Haushalt in Deutschland verdient und was er davon alles an den Staat abführen muss, hat der Steuerzahlerbund nun so präzise ausgerechnet wie nie zuvor. Warum der sogenannte „Steuerzahlergedenktag“ in diesem Jahr drei Tage früher stattfindet als noch 2018 und wie hoch die Belastung für die Deutschen im internationalen Vergleich ist, können Sie hier nachlesen.

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          In ein etwas unruhiges Wochenende dürfte unterdessen auch Ursula von der Leyen gehen. Wenige Tage ist ihre Nominierung für den Chefposten in der Europäischen Kommission erst her – doch je näher der Termin für ihre geplante Wahl am kommenden Dienstag rückt, desto unsicherer scheint zu werden, dass die derzeitige Verteidigungsministerin auch wirklich nach Brüssel ziehen wird. Die größte Stimmung gegen von der Leyens Wahl macht bekanntlich die SPD, doch schaffen es die Sozialdemokraten dabei wieder einmal derart ungeschickt und dilettantisch zu agieren, dass der geneigte Beobachter nur den Kopf zu schütteln vermag. Neuer Höhepunkt der Posse: Der kommissarische SPD-Chef Schäfer-Gümbel distanziert sich von einem Papier einiger SPD-Europa-Abgeordneter, das den Titel „Warum Ursula von der Leyen eine unzulängliche und ungeeignete Kandidatin ist“ trägt. Dass sich die CDU über ein solches Dokument empört, ist verständlich. Egal also, ob von der Leyen am Dienstag gewählt wird oder nicht: Der Haussegen in der Koalition hängt schief. Wieder einmal.

          Und sonst? Steht beim Tennis-Turnier in Wimbledon heute der nimmermüde Klassiker zwischen Roger Federer und Rafael Nadal an. Der Sieger zieht ins Finale des weltberühmten Wettbewerbs auf dem feinen englischen Rasen ein. Außerdem zieht am Sonntag die Militärparade zum französischen Nationalfeiertag durch Paris – mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Ehrengast.

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          Washington verzichtet vorerst auf Sanktionen gegen Irans Außenminister, während der Konflikt zwischen Teheran mit Großbritannien eskaliert.

          Erstmals in seiner Geschichte überwindet der Dow Jones die historische Marke von 27.000 Punkten. Die Hoffnungen auf eine baldige Leitzinssenkung sorgen für ausgelassene Stimmung an der Wall Street.

          Amerikas Präsident Trump hat im Streit um die Frage nach der Staatsbürgerschaft in der nächsten Volkszählung nachgegeben. Doch kündigte er im selben Atemzug an, dass sich seine Regierung diese Daten beschaffen werde.

          Vorstandschef Sewing kündigt an, dass die Deutsche Bank auch im Inland eine „substantielle Zahl an Stellen“ abbauen werde.

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