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Vertrauensverlust : Schwellenängste

Die Coronakrise trifft die Schwellenländer hart. Bild: dpa

Die Corona-Krise nährt die Sorge um die Schwellenländer. Diese brauchen jetzt rasch eine Rückkehr auf den Wachstumspfad.

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          Das Vertrauen kommt zu Fuß und geht zu Pferd. Das bekommen derzeit an den Finanzmärkten die Schwellenländer zu spüren. Denn die Kapitalflucht ausländischer Anleger im März aus den aufstrebenden Volkswirtschaften ist Ausdruck eines Vertrauensschwunds.

          Der hat seine Ursache in der Corona-Krise und der unvermeidlichen Rezession der Weltwirtschaft. Ein weiterer Grund für die von Energie- und Rohstoffexporten abhängigen Länder wie zum Beispiel Russland oder Brasilien ist der Ölpreisverfall. Die Schwellenländer, die lange Zeit die Wachstumshoffnungen der Globalisierung trugen, stehen vor schweren Herausforderungen. Schon jetzt reagieren die Ratingagenturen und stufen Länder wie zum Beispiel Südafrika in den Ramschbereich herab.

          Das erschwert die künftige Finanzierung, weil die Anleger höhere Risikoaufschläge fordern werden. Hinzu kommt eine hohe Verschuldung im Dollar, die aufgrund der Abwertung vieler Schwellenländerwährungen nun schwer belastet. All dies nährt die „Schwellenängste“ an den Finanzmärkten. Um das Vertrauen zurückzugewinnen, müssen die Länder nach der Krise rasch wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

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