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Dividendenerlaubnis : Gesunde Banken

In trauter Nachbarschaft: der Turm der Commerzbank (links) und der Eurotower (rechts). In der Frankfurter Innenstadt sitzen die EZB-Bankenaufseher. Bild: Anna Jockisch

Die Institute dürfen wieder Gewinne ausschütten. Das spricht für ihre Krisenfestigkeit. Doch sie müssen profitabler werden, insbesondere deutsche Banken.

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          Europas Banken werden von der Leine gelassen. Nicht anders ist die Entscheidung der Bankenaufsicht der Europäischen Zentralbank (EZB) zu werten, die strengen Dividendenvorgaben aufzugeben und zu der Praxis von vor der Corona-Krise zurückzukehren. Damit werden die Aktionäre der Institute gegenüber den Anteilseignern amerikanischer und britischer Banken nicht mehr benachteiligt. Sie können sich von September an wieder auf Dividenden und Aktienrückkäufe freuen. Im internationalen Wettbewerb um das knappe Gut Eigenkapital verbessern sich die Bedingungen zwar wieder, doch amerikanische Banken haben angesichts ihrer beeindruckenden Ertragskraft auch weiterhin die besseren Argumente.

          Nichtsdestotrotz lassen sich die von der EZB gelockerten Zügel als Vertrauensbeweis in die Krisenfestigkeit europäischer Banken interpretieren. Am Freitag werden die Stresstestergebnisse veröffentlicht, die offenbar die EZB-Aufseher überzeugt haben, den Banken mehr Freiheiten in ihren Gewinnausschüttungen zuzugestehen. Das spricht für gesunde Banken, die zudem für manche Stürme gewappnet erscheinen. Das gilt auch für deutsche Institute, doch sie müssen im europäischen Vergleich deutlich profitabler werden.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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