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Marktbericht : Mögliche Zinswende in Amerika dämpft Börsenstimmung

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An der New Yorker Wall Street wie auch an der Frankfurter Börse wird unter Händlern derzeit viel über den Zeitpunkt einer möglichen Zinswende spekuliert. Bild: dpa

Am deutschen Aktienmarkt halten sich Anleger zum Wochenschluss zurück. Die Vorgaben aus Asien waren zu schwach und die mögliche Zinswende in den Vereingten Staaten sorgt weiter für Verunsicherung auf dem Parkett.

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          Die Ungewissheit über den Zeitpunkt der Zinswende in Amerika hat den europäischen Aktienmärkten am Freitag einen Dämpfer verpasst. Die Aussicht auf steigende Zinsen belaste derzeit die Kurse, auch wenn ein solcher Schritt bereits erwartet werde, sagte ein Börsianer. Der Dax verlor zuletzt 0,2 Prozent auf 10.762 Zähler. Seit Wochenbeginn beläuft sich das Minus mehr als zwei Prozent.

          Zuletzt hatten Fed-Chefin Janet Yellen und andere Notenbanker wiederholt angedeutet, dass eine Zinserhöhung bei der Sitzung der Notenbank am 15. und 16. Dezember möglich sei. Da die Zinswende vor allem von der Erholung der heimischen Konjunktur abhängt, warteten die Investoren mit Spannung auf die am Nachmittag anstehenden Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten. Auf der Agenda stehen unter anderem die Lagerbestände, das vorläufige Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und die Einzelhandelsdaten. Der Euro notierte im Vorfeld mehr als einen halben amerikanischen Cent schwächer bei 1,0753 Dollar.

          Auf der Unternehmensseite ging es nach der Flut von Quartalsberichten in den vergangenen Tage eher ruhig zu. Im Dax ragten allein K+S mit einem deutlichen Plus von 4,5 Prozent heraus.

          Das mögliche Interesse von ChemChina an Syngenta schürte Übernahmefantasien in der Branche. Syngenta stiegen in Zürich um 11,3 Prozent und verbuchten den größten Kurssprung seit der Monsanto -Offerte für den Schweizer Konzern. Ende August hatte der Konkurrent seine Offerte für Syngenta nach hartnäckigem Widerstand des Schweizer Managements zurückgezogen.

          Im M-Dax machte eine schwächere Prognose den Aktien der Deutschen Euroshop zu schaffen. Die Titel des Einkaufszentren-Investors verloren 4,6 Prozent auf 39,25 Euro und markierten damit den tiefsten Stand seit sechseinhalb Wochen. Noch deutlicher abgestraft wurden die Aktien von Heidelberger Druck, die im S-Dax um 18,6 Prozent auf 2,21 Euro in die Tiefe rauschten. Das war der größte Kurssturz seit rund sechs Jahren. Der Maschinenbauer hat auf seinem Sanierungskurs einen Rückschlag erlitten und verbuchte im zweiten Quartal einen höheren Verlust. Seit Januar haben HeidelDruck mehr als 30 Prozent an Wert gewonnen, der SDax kommt im selben Zeitraum auf ein Plus von 21,5 Prozent.

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