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Corona-Folgen : Kein Zins, kein Problem

Wer bauen will, sollte bauen - auch wenn die Zinsen vielleicht ein bisschen höher werden. Bild: dpa

Historische Vergleiche der Corona-Pandemie hinken zwar, aber eines gilt: Die Zinsen werden niedrig bleiben, selbst wenn sie wieder steigen. Auch auf lange Frist müssen sich Kreditnehmer nicht sorgen.

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          Als die Corona-Pandemie begann, sagte eine Studie der Notenbank Federal Reserve (Fed) von San Francisco vorher, dass auf eine solche Krise oft eine lange Phase niedriger Zinsen folge. Sie stützte sich dazu auf Zahlen aus der Geschichte, etwa auch aus der Zeit der Pest. Das sei anders als bei Kriegen, die tendenziell eher einen Zinsanstieg bewirkten.

          Nun sind die Unterschiede der heutigen Pandemie zu der historischen vermutlich größer als die Gemeinsamkeiten, und auch die Finanzwelt ist eine völlig andere. Zum Abschluss des ersten Jahres mit Corona in Deutschland lässt sich aber festhalten: Die Kapitalmarktzinsen sind im März mit dem ersten Shutdown stark gefallen, um zwar bald darauf wieder etwas zu steigen, aber nach dem Sommer noch mal nachzugeben. Insgesamt blieben sie sehr niedrig. Ähnliches gilt für die Bauzinsen für Verbraucher.

          Jetzt wird prognostiziert, dass die Hypothekenzinsen in der zweiten Jahreshälfte 2021 mit der Erholung der Wirtschaft deutlicher anziehen könnten. Auch das wird aber, nach allem, was man bislang sagen kann, nicht zu wirklich hohen Zinsen für Baudarlehen führen. Wer bauen will, sollte sich davon jedenfalls nicht abschrecken lassen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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