https://www.faz.net/-gv6-a11yv
Bildbeschreibung einblenden

Commerzbank-Spitze gibt auf : Wird es eine Chefin?

Commerzbank-Finanzvorstand Bettina Orlopp und der bisherige Vorstandschef Martin Zielke Bild: EPA

Die Chefs des Vorstands und des Aufsichtsrats beugen sich der Kritik der Aktionäre, auch der deutsche Staat ist unzufrieden. Mitten im Umbau lassen sie die Commerzbank führungslos zurück. Die Suche nach den Nachfolgern beginnt.

          3 Min.

          Die Commerzbank steckt 150 Jahre nach ihrer Gründung und elfeinhalb Jahre nach Rettung durch den Staat in einer Führungskrise. Der Vorstandsvorsitzende Martin Zielke und der Aufsichtsratsvorsitzende Stefan Schmittmann kündigten am Freitagabend überraschend an, ihre Posten aufzugeben. Sie zogen damit die Konsequenzen aus der fehlenden Akzeptanz ihrer Strategie bei Aktionären und einem nicht gestoppten Kursverfall der Aktie.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der zweitgrößte Aktionär, der Finanzinvestors Cerberus, hatte zuvor angesichts der niedrigen Gewinne der Commerzbank stärkere Einschnitte in die Belegschaft und das Filialnetz gefordert, als sie der Vorstand im September 2019 beschlossen hat. Auch der größte Aktionär, der deutsche Staat, ist erkennbar unzufrieden, auch wenn das Bundesfinanzministerium am Freitagabend die Rücktrittsankündigungen Zielkes und Schmittmanns „mit Bedauern“ zur Kenntnis nahm und beiden „ausdrücklich für ihr außerordentliches Engagement unter schwierigen Bedingungen“ dankte. Zugleich versicherte das Ministerium, der Bund sei „an einer starken und zukunftsfähigen Commerzbank interessiert“, weil sie eine zentrale Rolle für die Mittelstands- und Exportfinanzierung der deutschen Wirtschaft spiele. Die Commerzbank-Aktien, für die der Bund 5 Milliarden Euro gezahlt hat, sind heute nur noch 750 Millionen Euro wert.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Schlag auf Schlag: Nicht jeder, der im Büro sitzt, ist produktiv.

          Langeweile im Beruf : 120.000 Euro für zwei Mails am Tag

          Es ist ein großes Tabu des Büroalltags: Manche Angestellte haben kaum etwas zu tun. Selbst hochbezahlte Anwälte klagen über Langeweile. Wie kann das sein?
          Wie viele Leute sich allein ins Grüne trauen, kann auch ein Gradmesser für die allgemeine Sicherheit einer Gegend sein (Symbolbild).

          Im Bikini in den Park : Dann gucken sie eben!

          Es ist heiß, und in der Wohnung ist es noch heißer. Also raus in den Park. Frauen kostet es häufiger Überwindung, sich allein im Bikini auf die grüne Wiese zu legen. Warum eigentlich? Und lohnt es sich?
          Der Traum vom Familienglück in den eigenen vier Wänden kann auch auf Zeit gelebt werden.

          Für junge Akademiker : Ob sich das Eigenheim auf Zeit lohnt

          Für Familien ohne Kapital ist es schwierig ein stadtnahes Eigenheim zu finanzieren. Jedoch kann man den Vermieter gegen eine Bank tauschen – und das Haus im Alter wieder verkaufen.