https://www.faz.net/-gv6-9ybqw

Zertifikate und Derivate : Magische Wertpapiere nur mit Vorsicht genießen

  • -Aktualisiert am

Markenzeichen des Aktienindex Dax Bild: dpa

Ein harter Kern von Privatanlegern schwört auf Zertifikate – auch so mancher Finanzberater tut das. Doch Normalsparer können sich im Dschungel der Strategien und Emittenten leicht verirren.

          1 Min.

          Es gibt einen harten Kern von erfahrenen Privatanlegern, der auf Zertifikate schwört. Dank der künstlichen Finanzprodukte sind Strategien möglich, die sich auf anderem Weg nicht umsetzen lassen. Doch für die breite Masse sind die magischen Papiere nichts, auch wenn Banken diese ihren Kunden gern anbieten, weil sich damit leicht Gebühren verdienen lassen.

          Nein, an Verlusten der Kunden verdienen die Emittenten von Zertifikaten nicht, weil sie sich gegen ihre Positionen täglich mit passenden Gegengeschäften absichern. Doch für den Normalanleger ist der Dschungel an Varianten vom eher harmlosen Indexzertifikat bis zum Hebelprodukt mit Knock-out, sprich plötzlichem Totalverlust, ohne Hilfe eines fairen und fähigen Finanzberaters undurchschaubar. Neben dem Risiko von Marktverwerfungen, das auch im Fall von Aktien oder Indexfonds zu beachten ist, setzen Anleger sich dem Ausfallrisiko des Emittenten aus.

          Ein trauriges Lied davon können viele Verbraucher singen, die durch die Pleite der amerikanischen Bank Lehman während der Finanzkrise 2008 Geld verloren haben. Ihre letzte Hoffnung bestand darin, gegen ihre Bankberater vor Gericht zu ziehen.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Wie stark wirken die EZB-Anleihekäufe?

          EZB-Streit : Wie stark wirken die EZB-Anleihekäufe?

          Die Bundesbank und die Commerzbank befassen sich in zwei Studien mit den Anleihekäufen der Europäischen Zentralbank – mitten im Streit um das kritische Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

          Topmeldungen

          Schüler einer vierten Klasse sitzen zu Beginn des Unterrichts in Dresden auf ihren Plätzen.

          Im neuen Schuljahr : Welcher Lernstoff ist verzichtbar?

          Auch nach den Sommerferien wird der Unterricht anders sein als gewohnt. Drei Szenarien sind denkbar. Die Friedrich Ebert Stiftung schlägt nun vor, Prüfungs- und Lehrinhalte zu reduzieren. Streit ist programmiert.
          Streit mit der Bild-Zeitung: Virologe Christian Drosten

          „Bild“ gegen Drosten : Wahrheit im Corona-Style

          Die Kampagne gegen den Virologen Drosten ist sachlich unbegründet, niveaulos und niederträchtig. Sie richtet sich gegen die Wissenschaft. Und damit ist weder der Gesellschaft noch der Politik gedient.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.