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Plötzlicher Knock-out : Zertifikate auf Wirecard-Aktie vom Crash erwischt

  • -Aktualisiert am

Verwickelt: Bändchen für Wirecard-Aktionäre auf der Hauptversammlung im vergangenen Jahr Bild: Picture-Alliance

Viele Anleger mit kompliziert-strukturierten Wertpapieren mussten wegen des Zusammenbruchs des Kartenhauses bluten. Wer schlau war, konnte sich mit Hilfe von Zertifikaten aber auch vor den horrenden Verlusten schützen.

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          Der nach der gescheiterten Bilanzvorlage am 18. Juni erfolgte Absturz des Aktienkurses von Wirecard hat auch unzählige strukturierte Wertpapiere erwischt, die sich auf die Wirecard-Aktie als Basiswert beziehen. Das war nicht nur an jenem Schwarzen Donnerstag zu beobachten, an dem es morgens noch geheißen hatte, das Zahlenwerk werde im Laufe des Tages veröffentlicht, obwohl kurz darauf eine Ad-hoc-Mitteilung gegenteiligen Inhalts die Märkte erschütterte. Auch an den folgenden Tagen verzeichnetete die Frankfurter Wertpapierbörse zahllose Ausfälle von Wirecard-Zertifikaten.

          Mark Fehr

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Emittiert wurden diese Papiere von Anbietern wie BNP Paribas, Citigroup Global Markets, Credit Suisse, Deutsche Bank, DZ Bank oder Vontobel. Mit solchen Zertifikaten oder Optionsscheinen können auch Privatanleger Strategien oder Spekulationsgeschäfte umsetzen, die ihnen mit einem Direktinvestment in Aktien oder Anleihen nicht möglich sind. So können sie auf sinkende Kurse setzen oder über Hebelzertifikate mit deutlich geringerem Kapitaleinsatz Gewinne erzielen – wenn der Ansatz aufgeht. Durch den Hebel steigt allerdings auch das Verlustrisiko gegenüber Direktanlagen.

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