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Zahlungsdienstleister : Wirecard als Übernahmekandidat?

  • -Aktualisiert am

Der Kampf am Bezahlterminal wird härter. Bild: obs

Vor zwei Jahren war der Zahlungsdienstleister noch der leuchtende Stern am Börsenhimmel. Damit ist nach zahlreichen Turbulenzen Schluss.

          1 Min.

          Der Markt für Zahlungsabwickler ist seit jeher ein Haifischbecken, und zwar keines mit der friedliebenden Sorte Haie, die nur Plankton fressen. Die großen Zahlungsabwickler kaufen die kleinen auf, um dann nur von einem noch größeren wieder aufgekauft zu werden. So geht das schon seit Jahren, die Branche ist in ständiger Konsolidierung. Wirecard-Chef Markus Braun spielte selbst immer wieder offensiv mit dem Gedanken, Konkurrenten zu schlucken.

          Doch aus Aschheim werden die Befürchtungen immer lauter, dass Wirecard mittlerweile selbst ein Übernahmekandidat sein könnte. An der Börse ist es etwa 11,9 Milliarden Euro wert. Das klingt viel und ist doch extrem wenig: Anfang 2019 etwa gab der amerikanische Finanzdienstleister Fiserv 22 Milliarden Dollar aus, um den Zahlungsabwickler First Data zu übernehmen. Auch im Vergleich zu Adyen ist es wenig: So ist der niederländische Konkurrent an der Börse mit 34,4 Milliarden Dollar fast dreimal so viel wert wie Wirecard. Wenn nun Markus Braun als Wirecard-Chef abgelöst wird und ein neuer ohne Branchenkompetenz kommt, könnte Wirecard tatsächlich ein Übernahmekandidat werden.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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