https://www.faz.net/-gv6-9jqq7

Geld-Kommentar : Lasst ihnen das Bare!

Bargeld lacht. Bild: Imago

Deutsche zahlen nun mal gerne bar. Das sollte man respektieren und unterstützen.

          In Frankfurt-Fechenheim hat kürzlich ein Geschäft die Möglichkeit eröffnet, kontaktlos zu bezahlen. In diesem Geschäft gibt es weder eine Kasse noch einen Kassierer. Statt dessen wird beim Betreten des Geschäfts eine Kundenkarte gescannt. Am Ende seines Einkaufs geht der Kunde mit seinem Wagen durch eine Schleuse, wo die gekauften Waren erfasst werden und seine Kundenkarte belastet wird.

          Sieht so das Bezahlen der Zukunft aus? Werden sich die Deutschen den Schweden oder Dänen anpassen, die kaum noch Bargeld für Zahlungszwecke nutzen? Das ist zweifelhaft, auch wenn sich das kontaktlose Bezahlen in Deutschland verbreiten dürfte.

          Die Einstellung der Menschen zum Bargeld wird nicht alleine vom technischen Fortschritt geprägt. Obgleich die Schweden nur noch selten mit Bargeld zahlen, wird die Reichsbank eine neue Banknotenserie drucken, da die Scheine als Wertaufbewahrungsmittel nachgefragt werden. In Deutschland existiert dagegen immer noch eine starke Präferenz, mit Bargeld zu zahlen. Man sollte den Willen der Menschen respektieren und ihnen jene Zahlungsmittel zur Verfügung stellen, nach denen sie verlangen.

          Weitere Themen

          Amerikas Unternehmenslenker rufen zur Nachhaltigkeit auf

          Erklärung : Amerikas Unternehmenslenker rufen zur Nachhaltigkeit auf

          Eine der wichtigsten Interessengruppen amerikanischer Unternehmen trägt in einer Erklärung die Orientierung am „Shareholder Value“ zu Grabe. Nicht nur das Wohl der Anteilseigner, sondern das der ganzen Gesellschaft soll künftig zählen.

          Topmeldungen

          Jeder hat sein Kreuz zu tragen: Matteo Salvini am Strand auf Sizilien.

          Italienische Regierung : Ohne den Segen des Papstes

          Italiens Innenminister Salvini gibt sich gerne als gläubiger Christ. Damit hat er den Zorn Franziskus’ auf sich gezogen – und am Ende auch den des scheidenden Ministerpräsidenten Conte.

          An Scholz’ Seite : Manchmal liegt das Glück ganz nah

          Das Rennen um den SPD-Vorsitz geht weiter: Wofür die Kandidatin an Scholz’ Seite steht – und wieso der erfolgsverwöhnte Niedersachse Stephan Weil plötzlich beschädigt ist.
          Der Charging Bull, eine Bronzestatue im Financial District in Manhattan, New York.

          Amerikas Wirtschaft : Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen?

          Amerikas Manager-Elite gibt sich neue Prinzipien: Sie will Aktionäre nicht mehr über alles andere stellen. Ihre eigene Vergütung dagegen ist bisher kein Thema.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.