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Immobilienbesitz : Zahlen Sie auch bald mehr Grundsteuer?

Lieber noch mal nachmessen: Grundriss für einen Neubau Bild: Plainpicture

Die Finanzämter verschickten die ersten Bescheide zur Grundsteuer. Das Entsetzen ist groß. Wer das nicht hinnehmen will, muss jetzt schnell handeln.

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          Das Entsetzen des Ehepaares aus der Nähe von Münster war groß, als die Post vom Finanzamt kam. „Grundsteuerwertbescheid“ stand darauf. Der Inhalt könnte teuer werden. Denn er gibt an, welchen Wert der Fiskus für die Immobilie und das Grundstück des Ehepaares künftig ansetzt. Er ist Grundlage für die Höhe der reformierten Grundsteuer, die jeder Immobilienbesitzer von 2025 an zahlen muss. In dem Schreiben liegt der Wert für das Zweifamilienhaus in Westfalen nun neunmal so hoch wie bisher: Aus bisher 34.000 Euro wurden 308.000 Euro.

          Dyrk Scherff
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das heißt nun noch nicht, dass sich auch die Grundsteuer verneunfachen wird. Denn der Grundsteuerwert wird noch mit einer Messzahl und dem Hebesatz der Kommune multipliziert, und die Hoffnung ist, dass die Hebesätze gegenüber dem heutigen Niveau sinken. Aber erstens ist nicht sicher, ob sie weit genug reduziert werden, um Mehrbelastungen zu vermeiden, und zweitens wird es auf jeden Fall Verlierer geben, die deutlich mehr als bisher zahlen müssen. Betroffen sind vor allem die Immobilienbesitzer in guten Lagen, mit großen Grundstücken und teilweise die mit älteren Gebäuden. Nur insgesamt soll das Grundsteueraufkommen nicht steigen. Die durchschnittliche Grundsteuer liegt bei etwa 340 Euro im Jahr. Sie fließt den Kommunen zu.

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