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Nach Betrugs-Vorwürfen : Wolfgang Grenke kann Anleger nicht überzeugen

  • Aktualisiert am

Wolfgang Grenke Bild: dpa

Es sollte wohl ein Befreiungsschlag sein. Doch mit lavierenden Aussagen in einem Interview befeuert der Gründer des angeschlagenen Leasingunternehmens Grenke die Skepsis am Markt noch.

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          Mit seinem ersten großen Interview seit dem Frontalangriff durch den Leerverkäufer Fraser Perring wollte Wolfgang Grenke eigentlich wohl neues Vertrauen bei den Anlegern gewinnen. Doch mit seinen lavierenden und teils schwer nachvollziehbaren Antworten hat er die Skepsis am Markt offenbar noch vergrößert. Die Aktien des Leasingunternehmens Grenke haben am Dienstag die Verluste der vergangenen Tage ausgeweitet. Sie büßten 4 Prozent auf 29,54 Euro ein, womit sich die Verluste seit Mittwoch vergangener Woche auf mehr als 12 Prozent belaufen. 

          Somit konnte das Interview mit dem  „Handelsblatt“, in dem Grenke Stellung zu den Vorwürfen des Shortsellers Viceroy bezieht, den Aktienkurs nicht stützen. Dort sagte Grenke unter anderem, man müsse das komplexe Geschäftsmodell besser erklären.

          Der Vorwurf der Bilanzfälschung und andere Anschuldigungen hatten die Papiere Mitte des Monats abstürzen lassen. In nur drei Handelstagen büßte der Kurs mehr als die Hälfte ein. Von 55 Euro ging es rasant bergab auf unter 24 Euro. Anschließend erholte sich der Kurs wieder etwas. Am Montag hat die Finanzaufsicht Bafin eine Sonderprüfung zu den Vorwürfen eingeleitet. Etliche Analysten hatten zuletzt ihre Bewertung der Grenke-Aktien ausgesetzt.

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