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Weiter dynamische Entwicklung : Immobilienpreise steigen auf Rekordhoch

Straße im Hamburger Grindelviertel: Wohnimmobilien verteuern sich weiterhin deutlich. Bild: dpa

Trotz steigender Zinsen setzt sich der Preisanstieg mit 8,8 Prozent fort. Die von den Pfandbriefbanken erwartete Verlangsamung ist noch nicht zu erkennen.

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          Der Preisanstieg am deutschen Immobilienmarkt setzt sich mit unveränderter Dynamik fort. Wie der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP) am Dienstag meldete, stiegen die Immobilienpreise im ersten Quartal 2022 um 8,8 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2021. Damit erreichte der Immobilienpreisindex des Verbands, dem die wichtigsten deutschen Immobilienfinanzierer angehören, mit 190,8 Punkten abermals einen neuen Höchstwert (Basisjahr 2010 = 100 Punkte). Damit hat sich der Preisanstieg gegenüber den im Schlussquartal 2021 gemessenen 8,4 Prozent wieder beschleunigt.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Index basiert auf einer vom VDP quartalsweise durchgeführten Auswertung echter Immobilientransaktionsdaten von mehr als 700 Kreditinstituten. „Der Immobilienmarkt in Deutschland befindet sich weiterhin im Aufwind – und das, obwohl die Pandemie nach wie vor nicht ausgestanden ist und mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine ein höchst beunruhigender exogener Schock eingetreten ist“, erklärte VDP-Hauptgeschäftsführer Jens Tolckmitt. Auch wenn aktuell noch keine Auswirkungen auf den hiesigen Immobilienmarkt zu erkennen seien, bleibe abzuwarten, in welchem Ausmaß sich Zweit- und Drittrundeneffekte in den nächsten Quartalen einstellt, fügte er hinzu.

          Wohnimmobilien verteuern sich am stärksten

          Den stärksten Zuwachs verzeichneten in den ersten drei Monaten wieder Wohnimmobilien, die sich deutschlandweit um 10,7 Prozent verteuerten. Die Preise für Gewerbeimmobilien erhöhten sich zum zweiten Mal in Folge und wiesen ein Plus von 1,8 Prozent auf. Treiber dieser Entwicklung waren hier die Büroimmobilienpreise, die im ersten Quartal 2022 um 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal zulegten. Die Preise für Einzelhandelsimmobilien verzeichneten dagegen ein Minus von 3,2 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode.

          Auf der Jahrespressekonferenz vor zwei Wochen hatte VDP-Präsident Louis Hagen gesagt, dass für die kommenden Jahre weiter steigende Immobilienpreise zu erwarten seien, allerdings mit abflachender Dynamik. Hemmende Wirkung auf die Immobiliennachfrage hätten die sukzessive steigenden Zinsen und die damit verbundene geringere Erschwinglichkeit von Wohneigentum, sagte er. Eine schwächere Konjunktur könnte den Markt für Gewerbeimmobilien belasten. Spürbare Auswirkungen auf den Wohnimmobilienmarkt seien dagegen nur bei massiver Erhöhung der Arbeitslosigkeit zu erwarten.

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