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Wohltätigkeit : Geld spenden, aber richtig

Essensmarken für Bedürftige Bild: Frankfurter Tafel

Jedes Jahr im Dezember spenden die Deutschen rund eine Milliarde Euro. Nicht immer kommt das Geld auch bei den Hilfsbedürftigen an. Was es zu beachten gilt.

          6 Min.

          Kerem will gerade losfahren, da taucht ein Mann im Licht der Scheinwerfer direkt vor seiner Motorhaube auf. Leicht zerrissener Mantel, graue Haare, wedelnde Hände. Kerem geht zu ihm. „Habt ihr noch Essen?“, fragt der Mann. „Klar, komm mit“, sagt Kerem, läuft um den weißen Lieferwagen und öffnet den Kofferraum.

          Sarah Huemer
          Redakteurin im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das Gulasch im großen Topf dampft noch, Kerem gibt dem Obdachlosen eine Schüssel davon. „Noch Plätzchen oder einen Schokonikolaus? Es ist Weihnachtszeit.“

          Kerem ist im Dienst des Frankfurter Vereins „Stützende Hände“ unterwegs, als ehrenamtlicher Helfer verteilt er abends warme Mahlzeiten an Obdachlose. Jeder Cent an Spenden werde für Mahlzeiten, Wasserflaschen und den Sprit ausgegeben, erzählt er, nicht ohne Stolz. Was das Geld bewirkt, ist hier in Frankfurt leicht nachzuvollziehen. „Wer wissen möchte, was mit seiner Spende passiert, soll vorbeikommen.“

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