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Werben um Investoren : Wo Deutsche-Bank-Chef Sewing noch liefern muss

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing Bild: AFP

Mit einem großangelegten Kapitalmarkttag will die Deutsche Bank nächste Woche Investoren von sich überzeugen. In manchen Geschäften liegen Ziel und Wirklichkeit aber noch weit auseinander.

          4 Min.

          Die Deutsche Bank kleckert nicht. Wenn sie am nächsten Mittwoch Vertreter großer internationaler Investoren zur Videokonferenz lädt, tritt fast der gesamte Vorstand an zum Rapport. Investor Deep Dive nennt sich die Übung, die früher einmal schnöde Kapitalmarkttag geheißen hätte. Mit einem tiefen Blick in ihre Geschäftsfelder sollen die Vorstände Investoren davon überzeugen, dass die Deutsche Bank endlich wieder auf Erfolgskurs ist. Vor allem will der Vorstandsvorsitzende Christian Sewing zeigen, wie gut er mit seiner im Sommer 2019 angestoßenen Neuausrichtung der Bank vorankommt. Die Ziele, die er sich und der Bank gesteckt hat, sollen bis Ende 2022 erreicht werden. Es wird also eine Art Halbzeitbilanz.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Auch wenn der Aktienkurs der Bank sich in diesem Jahr ausgesprochen erfreulich entwickelt – die Analysten, die die Geschäftsaussichten der Bank regelmäßig bewerten, sind noch immer äußerst skeptisch, dass Sewing seine Ziele erreichen wird. Vor allem eine Vorgabe, die Sewing besonders wichtig war, liegt aktuell in weiter Ferne: die Ausrichtung zu einer „sehr viel mehr ausbalancierten und stabilen Bank“, wie er es zur Vorstellung seiner neuen Strategie nannte. Weniger abhängig von den Launen des Investmentbankings sollte die Bank werden und dafür mehr Geld im soliden Privat- und Unternehmenskundengeschäft verdienen. Bis Ende 2022 soll das Institut nach Sewings Plan aus dem Sommer 2019 mit dem Investmentbanking sowie mit ihren Privat- und den Unternehmenskunden jeweils 2 Milliarden Euro verdienen; die Vermögensverwaltung DWS soll weitere 700 Millionen Euro beisteuern.

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