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Wirtschaftsweiser Schmidt : „Der Euro kann sich dauerhaft als unsere Währung halten“

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Seit 15 Jahren auch unser Bargeld: der Euro Bild: AFP

Heute vor 15 Jahren hatten wir erstmals Euro-Bargeld im Portemonnaie. Für die Zukunft der Gemeinschaftswährung nennt der Chef der Wirtschaftsweisen eine Bedingung.

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          Der Chef des deutschen Wirtschafts-Sachverständigenrates (fünf Weise), Christoph Schmidt, hat Reformen gefordert, um die europäische Währungsunion zu erhalten. „Der Euro hat das Zeug dazu, sich dauerhaft als unsere Währung zu halten“, sagte er der „Bild am Sonntag“.

          „Sein Schicksal hängt aber von der Reformbereitschaft in den Mitgliedstaaten ab“, so Schmidt. Frankreich und Italien seien besonders gefordert: „Frankreich sollte etwa für mehr Lohnflexibilität sorgen, Italien muss die Qualität seiner Institutionen verbessern.“

          Das Euro-Bargeld war am Neujahrstag vor 15 Jahren eingeführt worden. Während sich die Gemeinschaftswährung in dieser Zeit wertstabil gehalten hat, nach gängigen Maßstäben stabiler als die D-Mark, haben die vergangenen Jahre viele Diskussionen ausgelöst.

          Auslöser war die Finanz- und Schuldenkrise gewesen und insbesondere die Rettungspakete für das klamme Griechenland, das nach wie vor auf Hilfe der Partnerländer angewiesen ist.

          Dauerkrise : Europa und der Euro - Erfolg oder Fiasko?

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