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Wirecard : Nichts zu lachen

Der ehemalige Wirecard-Chef Markus Braun Bild: EPA

Alexander Schütz sitzt im Aufsichtsrat der Deutschen Bank. In einer E-Mail an Wirecard-Chef Markus Braun wollte er offenbar lustig sein. War er aber nicht.

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          Die Mail von Deutsche-Bank-Aufsichtratsmitglied Alexander Schütz an Wirecard-Chef Markus Braun war offenbar mit einem lustigen Smiley versehen. Die Aussage „Macht diese Zeitung fertig“ – gemeint war die kritisch berichtende Financial Times – sollte vielleicht eine gewisse Ironie verbreiten. Die aber verpufft im Lichte aller Ereignisse. Wer im Aufsichtsrat eines Unternehmens sitzt, trägt eine Verantwortung.

          Natürlich ist nicht jede von einem Aufsichtratsmitglied der Deutschen Bank getroffene Aussage Mehrheitsmeinung des gesamten Kontrollgremiums oder gar der Vorstandsriege. Menschen, die mit diesen Führungsaufgaben betraut sind, sollten aber ein besonderes Gespür dafür haben, was man machen kann und was man lieber lässt. Diese E-Mail gehört sicher zum Letzteren. Schütz’ Entschuldigung reicht nicht aus, er sollte Konsequenzen ziehen.

          Die Mail offenbart nämlich schonungslos, wie wenig ernst der Kontrolleur seine Aufgabe im Kontrollgremium eines Milliardenkonzerns nimmt. Der Deutschen Bank hat er damit einen Bärendienst erwiesen. Mit Christian Sewing an der Spitze arbeitet sie seit Jahren an einem Imagewechsel. In den Türmen findet man diese Mail alles andere als witzig.

          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

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