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Investition in Fernost : Wirecard kauft Zahlungabwickler in China

  • Aktualisiert am

Wirecard-Vorstandsvorsitzender Markus Braun Bild: dpa

Der deutsche Finanzdienstleister verschafft sich Zugang zu einem riesigen Markt. Weitere Schritte sollen folgen.

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          Der Zahlungsdienstleister Wirecard steigt mit einer Übernahme in den chinesischen Markt ein. Für den Zukauf des Zahlungsabwicklers Allscore Payment mit Sitz in Peking gibt Wirecard schrittweise insgesamt bis zu 72,4 Millionen Euro aus, wie der Dax -Konzern an diesem Dienstag in Aschheim nahe München mitteilte. Dazu wurde eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die Behörden müssen dem Deal noch zustimmen.

          Allscore Payment besitze ein umfassendes Lizenzportfolio für digitale Zahlungsdienste in China, die es Wirecard ermöglichen sollen, international tätigen chinesischen Händlern Produkte anzubieten. Im Jahr 2021 soll die Integration des Zukaufs vollständig abgeschlossen sein, der dann mehr als 35 Millionen Euro zum operativen Ergebnis (Ebitda) beitragen soll. Für das Jahr 2022 wird ein Beitrag von mehr als 50 Millionen Euro zum Ergebnis erwartet.

          Der Aktienkurs von Wirecard tendierte im Tagesverlauf um beinahe 2 Prozent fester. Bewegt hat die Aktie zuletzt vor allem die kritische Berichterstattung der „Financial Times“ und weniger das operative Geschäft. An diesem Mittwoch (6. November) legt das Unternehmen die Zahlen zum dritten Quartal vor.

          „Der chinesische Markt stellt eine hervorragende Chance für uns dar. Das umfassende Lizenzpaket ist eine perfekte Ergänzung zu unserer globalen Plattform-Strategie“, sagte Wirecard-Chef Markus Braun.

          Zuletzt hatte sich Wirecard mit Übernahmen zurückgehalten und auf Wachstum aus eigener Kraft gesetzt. Gerade im asiatischen Raum hatte der Konzern vorher ordentlich zugekauft. Appetit besteht in der Region für die Aschheimer aber auch weiterhin. Mit dem Einstieg des Technologie-Investors Softbank über eine Wandelanleihe verbindet Wirecard-Chef Markus Braun auch die Hoffnung, dass die Japaner beim Markteintritt in Japan und Südkorea unterstützen könnten. Mitte September hatte Wirecard mitgeteilt, verstärkt Zahlungen mit Karten des chinesischen Kreditkartenriesen Unionpay auf der ganzen Welt abzuwickeln und mit dem Unternehmen auch gemeinsam digitale Zahlungsdienste zu entwickeln.

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