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Wegen Bilanzskandal : Wirecard-Aktienkurs bricht fast 50 Prozent ein

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Kreditkarte mit dem Wirecard-Logo Bild: dpa

Auch nach dem Schock am Vortag setzt sich der Absturz des Zahlungsdienstleisters erdrutschartig fort. Ansonsten warten Dax-Anleger wegen eines großen Verfallstages an den Börsen ab.

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          Die Aktien des in einen Bilanzskandal verwickelten Dax-Konzerns Wirecard sind am Freitagmorgen weiter eingebrochen. Sie fielen kurz nach dem Auftakt um 21,44 Prozent auf 31,35 Euro und weiteten bis zum Mittag ihren Verlust auf fast 50 Prozent auf einen Kurs von nur noch rund 20 Euro aus.

          Schon am Donnerstag waren die Papiere um knapp 62 Prozent abgestürzt, nachdem der Zahlungsdienstleister wegen milliardenschwerer Unklarheiten in der Bilanz seinen Jahresabschluss trotz mehrmaliger Verschiebung nicht vorlegt hatte.

          Neben einer wiederholten Verschiebung der Zahlenvorlage für 2019 hatte Wirecard am Donnerstag schließlich offenbart, dass die Bilanzprüfer Zweifel an der Existenz von 1,9 Milliarden Euro haben, die auf Treuhandkonten in Asien verbucht worden sein sollen. Wirecard-Vorstandschef Markus Braun sieht das Unternehmen womöglich in einen Betrugsfall verstrickt. Allerdings gibt es schon länger Kritik an den Bilanzen des Konzerns, wenn auch in anderen Fragen, die auch eine Sonderprüfung durch die KPMG nicht hatte ausräumen können.

          WIRECARD

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          Ansonsten bleiben Anleger an der Frankfurter Börse bleiben am Hexensabbat auf der Hut. Die Furcht vor einer zweiten Infektionswelle in der Coronavirus-Pandemie dämpfte am Freitag die Kauflaune, zugleich hoffen Börsianer vor dem EU-Gipfel weiter auf eine rasche Konjunkturerholung. Der Dax ging 0,6 Prozent fester bei 12.351 Punkten in den Handel. „Die Börsianer sind aktuell auf der Suche nach einer Richtung“, sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei der Vermögensverwaltung QC Partners. „Niemand weiß so ganz genau, wo die Reise in den kommenden Wochen hingeht.“

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