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Streit mit Amerika und Europa : Will China mehr Banken und Versicherer ins Land lassen?

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Die Großbank HSBC ist schon heute stark in Hongkong vertreten. Bild: Reuters

Dürfen ausländische Geldhäuser in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt bald mehr Geschäft machen? Ein hoher chinesischer Beamter stellt das nun in Aussicht.

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          Chinas Führung erwägt angesichts des Handelsstreits mit den Vereinigten Staaten und des langsameren Wirtschaftswachstums offenbar, den Finanzsektor der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter zu öffnen. Ausländischen Banken und Versicherern solle ein größerer Marktzugang gewährt werden, sagte der Vizevorsitzende der Finanzaufsicht CBIRC, Wang Zhaoxing, an diesem Samstag während einer Konferenz in Peking.

          Damit wolle man Finanzprodukte und Finanzdienstleistungen in China verbessern und für mehr Stabilität in dem Bereich sorgen. Ziel sei es, mehr ausländische Geldhäuser und hochwertige Angebote in die Volksrepublik zu bringen.

          Die Vereinigten Staaten und die Europäische Union fordern schon länger, dass Peking die Restriktionen für ausländische Firmen lockert und einen gleichberechtigten Marktzugang gewährt. Dies ist auch Teil der Gespräche zur Lösung des Zollkonflikts zwischen Amerika und China, die in der kommenden Woche in Peking fortgesetzt werden sollen.

          Anfang des Jahres hatte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) während eines Besuchs in Peking für eine stärkere Öffnung des chinesischen Marktes für Banken und Versicherer geworben. Dabei hatten beide Seiten einen Ausbau der Kooperation im Finanzsektor vereinbart.

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