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Niederlande : Daten-Paket an die Börse

Nachdem der Börsengang letztes Jahr nicht funktionierte, geht es für WeTransfer nun doch endlich los. Bild: Reuters

In den Niederlanden steht kommende Woche ein Börsengang an, der eigentlich schon fürs vergangene Jahr geplant war: Der Datenversender WeTransfer strebt aufs Amsterdamer Parkett, das zum Börsenverbund Euronext gehört.

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          In den Niederlanden steht diese Woche ein Börsengang an, der eigentlich schon für das vergangene Jahr geplant war: Der Datenversender Wetransfer strebt aufs Amsterdamer Parkett, das zum Börsenverbund Euronext gehört. Am Freitag soll es so weit sein. Viele E-Mail-Nutzer kennen Wetransfer, weil sie mit seinen Diensten Datenpakete mit hohem Volumen verschicken können.

          Klaus Max Smolka
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wetransfer wurde im Jahr 2009 in Amsterdam gegründet, wo es immer noch seinen Sitz hat. Vorbereitungen für den Börsengang laufen seit mehr als einem Jahr. Diese Woche gab das Unternehmen die Preisspanne bekannt, innerhalb derer die Aktien auf den Markt kommen sollen: 17,50 bis 20,50 Euro. Daraus errechnet sich ein Marktwert von 629 bis 716 Millionen Euro. Die Muttergesellschaft Werock will neue Aktien verkaufen sowie bestehende von den Altaktionären Highland Europe und HPE Institutional. Das Emissionsvolumen addiert sich demnach auf bis zu 290 Millionen Euro.

          Bewertung wohl unter Erwartung

          Die Bewertung fällt viel niedriger aus als von den Beteiligten erhofft, wenn man Unterlagen zugrunde legt, über die kürzlich die Wirtschaftszeitung „Financieele Dagblad“ (FD) berichtete. Sie zitierte aus einer vertraulichen Analyse der Bank ABN Amro für institutionelle Anleger. Das niederländische Haus begleitet den Börsengang zusammen mit Morgan Stanley, der Bank of America und Barclays. Die Analysten bewerteten das Unternehmen dem „FD“ zufolge darin mit 1,1 Milliarden bis 1,9 Milliarden Euro. Der Unternehmenserfolg hänge bedeutend vom Erfolg eines neuen Produkts ab, das noch auf den Markt komme – namentlich davon, ob die zahlenden Kunden auf das beinahe doppelt so teure Angebot wechseln. Wetransfer bietet sowohl einen Gratis-Dienst wie kostenpflichtige erweiterte Dienste an.

          Monatlich nutzen nach Unternehmensangaben 87 Millionen Menschen den Dienst. Werock will sich unmittelbar vor dem Börsengang in The Crea­tive Productivity Group umbenennen.

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