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Prominenz und Börsenerfolg : So schlagen sich die Promifonds

Dirk Müller, Ex-Börsenmakler und Fondsberater   Bild: Ullstein

Dirk Müller, Dietrich Grönemeyer und Co. nutzen ihre Bekanntheit, um Fonds zu verkaufen. Nicht immer zum Wohle der Anleger.

          4 Min.

          Es ist in Mode gekommen, dass Prominente oder solche, die sich dafür halten, einen eigenen Fonds auflegen. Der frühere Börsenhändler Dirk Müller hat das vor ein paar Jahren getan. Er wurde einst bekannt, weil er im richtigen Winkel unter der Dax-Tafel saß und so auf nahezu jedem Fernsehbild von der Frankfurter Börse auftauchte. Müllers Vorbild sind einige gefolgt. Genannt seien hier der ehemalige Investmentbanker Lenny Fischer, der sich mit Kai Diekmann, dem früheren Chefredakteur der Bild-Zeitung, zusammentat, um Deutschlands Anleger mit einem „Zukunftsfonds“ zu beglücken. Im vergangenen Jahr dann Dietrich Grönemeyer, Bruder des Musikers Herbert Grönemeyer, Arzt und Autor zahlreicher Bücher wie „Heilsam kochen mit Ayurveda“. Außerdem natürlich Marc Friedrich, der sich mit Titeln wie „Der größte Crash aller Zeiten“ den zweifelhaften Ruf eines Crash-Propheten erworben hat, auch wenn sein jüngstes Buch die Fangemeinde mit dem Titel „Die größte Chance aller Zeiten“ überraschte. Und zu guter Letzt Frank Thelen, bekannt als Investor aus der Fernsehreihe „Die Höhle der Löwen“.

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Keiner der Genannten würde wohl ernsthaft bestreiten, dass er beim Fondsverkauf nicht auch den Effekt der eigenen Prominenz miteinkalkuliert hat. Im Marketing hilft es schließlich ungemein, wenn die Anleger einem vertrauten Gesicht begegnen. Sie sollten aber nicht glauben, dass sich der jeweilige Promi tatsächlich tagein, tagaus mit ihrer Geldanlage befasst. Tatsächlich fungieren die Prominenten in der Regel als „Berater“ ihrer eigenen Fonds, für das Tagesgeschäft sind meist eher weniger bekannte Fondsmanager zuständig. Die Promis selbst gefallen sich dagegen gern in der Rolle des Vordenkers und Antreibers.

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