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Die Zukunft des Geldes : Wie lange bleibt uns noch Bargeld?

  • -Aktualisiert am

Kein Ladendieb: Mit „Pick & Go“ können die Waren auch in einem Kölner Rewe direkt im Rucksack verstaut werden – bezahlt wird per App. Bild: Stefan Finger

Unser Verständnis von Geld hat sich über die Jahre radikal geändert. Wo das hinführen kann, zeigt Star Trek – und ein Rewe in Köln.

          7 Min.

          In „Star Trek“ ist alles ganz einfach: Im 24. Jahrhundert gibt es auf der Erde schlicht kein Geld mehr. Keine Scheine und Münzen, es spielt einfach keine Rolle mehr. Es geht sogar noch weiter: Als die Crew der Enterprise zurück in das 20. Jahrhundert reiste, waren sie sogar überfordert damit, irgendwo zu bezahlen. Aber wozu auch Geld? Es gibt unbegrenzte Ressourcen, nur rückständige Völker streben noch nach monetärem Reichtum.

          Franz Nestler
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Alles ferne Zukunftsmusik? Natürlich werden wir in absehbarer Zeit keine unbegrenzten Ressourcen haben. Aber das, was Geld ist und wie wir es verstehen und nutzen, hat sich über die Jahrhunderte stark verändert. Seit Menschengedenken tauschen wir Waren untereinander. Bezahlt wurde damals mit Gütern, die nach Möglichkeit gering verfügbar waren, allgemein geschätzt und nicht schnell verderblich. So wurde mit Vieh gehandelt, mit Getreide, mit Muscheln – aber auch mit Silber und Gold. Diese Güter dienten als einfaches Tauschmittel. Münzgeld gibt es seit etwa 2700 Jahren. In vielen Ländern dominierten Silberstandards: Die Preise wurden also in durch die Menge an Silber definierten Währungseinheiten angegeben. Geldscheine gibt es in China seit knapp 1000 Jahren, in Europa seit 600 Jahren. Große Beträge mit Münzen zu zahlen war unpraktisch, und wegen der Fälschungsgefahr konnte man ihren Nennwert nicht ins Beliebige steigern.

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