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Branchenwandel durch Corona : Trübe Zeiten für Edelmarken

Die Laufkundschaft nimmt in der Krise ab: GUCCI-Laden in Frankfurt Bild: Lachner, Maximilian von

Die Corona-Krise macht auch den Luxuskonzernen zu schaffen. Nicht nur geschlossene Geschäfte und fehlende Touristen belasten ihr Geschäft. Doch es ergeben sich auch Chancen.

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          Das ganze Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen von Corona lässt sich bislang kaum abschätzen. Auch die sonst so erfolgsverwöhnte Luxusbranche scheint stark betroffen. Geschlossene Ladengeschäfte, ausbleibende Touristen, und nur wer viel Geld übrig hat, kann sich all die schönen, aber teuren Annehmlichkeiten auch leisten. Große Namen wie die französischen Konzerne LVMH oder Kering haben schon schlechtere Geschäftszahlen präsentiert und Prognosen gesenkt. Das hat auch die Kurse der Luxusaktien kräftig fallen lassen – deutlicher als den breiten Markt. Noch im Vorjahr rangierten viele dieser Aktien mit ihren Kursgewinnen weit oben.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Corona-Pandemie hat die Hersteller von Luxusgütern in eine tiefe Krise gestürzt, sagen die Fachleute der Unternehmensberatung Bain. Und obwohl viele Ladengeschäfte erst Mitte März hätten schließen müssen, sei der Umsatz auf der ganzen Welt schon im ersten Quartal um rund ein Viertel gefallen. Im gesamten Jahr werde der Luxusgütermarkt 20 bis 35 Prozent schrumpfen, schätzten Bain und der italienische Luxusgüterverband Fondazione Altagamma. Die schnelle Verbreitung des Virus habe in allen Kernmärkten zu einer Vollbremsung geführt. Wegen der internationalen Grenzschließungen sei der Flugverkehr weitgehend zum Erliegen gekommen. Daher seien auch die wichtigen Einnahmen von Reisenden an den Flughäfen weggebrochen. Gleiches gelte für die touristischen Ziele zum Beispiel in Europa.

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