https://www.faz.net/aktuell/finanzen/wie-der-druck-auf-zulieferer-wegen-fehlender-nachhaltigkeit-waechst-16605299.html

Nachhaltige Produktionen : So stark wächst der Druck auf die Zulieferer

  • -Aktualisiert am

Komplexe Vernetzung: Asiatische Textilfabriken wie diese in Vietnam produzieren für den Weltmarkt. In Zukunft müssen Unternehmen jedoch darauf achten, dass die gesamte Lieferkette nachhaltig wird. Bild: Bloomberg

Geldgeber, die nachhaltig investieren wollen, richten ihr Augenmerk auf die gesamte Lieferkette. Das bedeutet für viele Zulieferer, dass sie an ihrer Klimabilanz arbeiten müssen – ansonsten könnte es teuer werden.

          3 Min.

          Wie hältst du’s mit der Nachhaltigkeit? Das ist die wichtige Frage, die derzeit alle Unternehmen gestellt bekommen. Geldgeber und große Investoren wie Blackrock üben immer stärkeren Druck auf Unternehmen aus, ESG-Kriterien ernst zu nehmen. Das englische Kürzel steht dabei stellvertretend für die Dimensionen der Nachhaltigkeit: die Umwelt (Environment), das Soziale (Social) und die Unternehmensführung (Governance). Doch wie viel bringt es wirklich, wenn ein Unternehmen zwar viele Frauen im Vorstand und einen geringen CO2-Ausstoß vorweisen kann, wenn aber der Zulieferer ESG-Kriterien ignoriert?

          Um den Verdacht des „Greenwashing“, also eines grünen Anstrichs von normalen Aktivitäten, auszuräumen, richtet sich der Blick der Investoren nicht nur auf die Unternehmen selbst, sondern im nächsten Schritt zunehmend auch auf die Zulieferer. Das Thema Nachhaltigkeit stehe schon seit längerer Zeit auf der Agenda vieler Unternehmen. Auf die Zulieferer werde derzeit aber noch nicht so sehr geachtet, sagt Sebastian Künne vom Finanzinvestor CVC Capital. Das Unternehmen hat gerade rund 200 Millionen Euro in Ecovadis investiert, eine Ratingagentur für Nachhaltigkeit. Die Zulieferer von insgesamt 450 Unternehmen hat Ecovadis bisher bezüglich ihrer ESG-Kriterien bewertet.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Hertha nach dem Bobic-Rauswurf : Das Ende des Größenwahns

          Der „Big City Club“ ist mit dem Aus von Fredi Bobic endgültig Geschichte. Der neue Ansatz von Hertha BSC klingt gut, ist aber grotesk. Denn so wie der Klub nun werden soll, war er schon einmal.
          Mordwerkzeug: Sergej Mironow, der Leiter der Fraktion „Gerechtes Russland – für die  Wahrheit“ in der Staatsduma, präsentiert einen Vorschlaghammer mit einer persönlichen Widmung von der privaten Söldnerfirma Wagner.

          Russlands Ideologie des Todes : Das Imperium mit dem Vorschlaghammer

          Auf dem Weg nach Walhalla: Die private Söldnertruppe Wagner mit ihrer demonstrativen Brutalität bestimmt zunehmend den politischen Ton in Russland. Männer werden auf den Tod in der Schlacht eingeschworen. Ein Gastbeitrag.