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Übernahmeangebot : Wie Comdirect-Aktionäre jetzt reagieren sollten

Logo von Comdirect an dem Sitz der Bank in Quickborn Bild: dpa

Die Commerzbank bietet 11,44 Euro je Comdirect-Aktie, obwohl der aktuelle Kurs deutlich höher ist. Das Angebot ist zudem mit einer riskanten Drohung gespickt.

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          Die Commerzbank hat nichts mehr draufgelegt auf den Mitte September in Aussicht gestellten Preis für die noch nicht in ihrem Besitz befindlichen 18 Prozent der Comdirect. Wie die Commerzbank am Mittwoch mitteilte, bietet sie Comdirect-Aktionären nun bis zum 6. Dezember an, ihre Aktien für 11,44 Euro je Stück zu übernehmen. Obwohl damit Hoffnungen vieler Anleger auf einen noch höheren Preis enttäuscht wurden, kletterte die schon am Vortag auf den höchsten Kurs seit 2011 gestiegene Comdirect-Aktie weiter. In der Spitze zahlten Anleger am Mittwoch dafür an der Börse 13,62 Euro.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Commerzbank will sich zu einer vorrangig über das Smartphone erreichbaren Bank wandeln. Um die dafür nötigen IT-Investitionen und Kosten für Stellenabbau und Filialschließungen aufzubringen, soll die M-Bank verkauft werden. Für diese polnische Tochtergesellschaft interessiert sich wie vermutet die Erste Bank, wie der Chef des Spitzeninstituts der österreichischen Sparkassen am Mittwoch durchblicken ließ. Und Comdirect soll als Unternehmen und Marke (mit Ausnahme des Wertpapiergeschäfts) aufgegeben und mit der Commerzbank verschmolzen werden. Der Grund: Ihr Geschäftsmodell mit vielen digitalen Angeboten ähnelt dem sehr, was die Commerzbank als Ganzes anstrebt. Zwei Unternehmen und Marken ergeben daher nun keinen Sinn mehr, so die neue Strategie.

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