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Vermögensübertragung : Widerruf der Unternehmensnachfolge

  • -Aktualisiert am

Ein Mann arbeitet am späten Abend noch an seinem Schreibtisch in einem Büro (Symbolbild). Bild: dpa

In Krisenzeiten müssen Weichenstellungen oft rückgängig gemacht werden. So werden sich aufgrund der Covid-19-Pandemie einige Übertragungen von Vermögen im Nachhinein tatsächlich als problematisch herausgestellt haben.

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          Die Covid-19-Pandemie beschäftigt nicht nur denjenigen, der seine Vermögensnachfolge plant, sondern auch denjenigen, der bereits lebzeitig durch vorweggenommene Erbfolge Vermögen übertragen hat. Gerade bei der Übertragung unternehmerischen Vermögens wird häufig der Weg der lebzeitigen Übertragung gewählt. Dies bietet gegenüber einer Übertragung von Todes wegen einige Vorteile. Praktisch kann zu Lebzeiten des übertragenden Seniors ein fließender und begleiteter Übergang des Unternehmens auf den oder die Nachfolger durchgeführt werden.

          Steuerlich ermöglicht es das derzeit geltende Erbschaftsteuerrecht, Anteile an Personen- oder Kapitalgesellschaften teilweise (zu 85 Prozent) oder vollständig (zu 100 Prozent) steuerbegünstigt zu übertragen. Zwar sind diese Regelungen auch im Erbfall anwendbar. Lebzeitige Übertragungen gestatten aber eine genaue Planung der Übertragung und damit des Besteuerungszeitpunkts, was vor dem Hintergrund der komplexen gesetzlichen Vorgaben für eine möglichst weitgehende steuerliche Verschonung in der Regel von Vorteil ist.

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