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1.3 Millionen Euro für Whisky : Der Whisky der Begierde

Whisky-Experte Charles MacLean begutachtet den weltweit angeblich seltensten und wertvollsten Whisky, den Macallan Valerio Adami. Bild: dpa

Die Welt scheint auf den Whisky-Geschmack gekommen zu sein: Eine Flasche 60 Jahre alter Whisky wird für 1,3 Millionen Euro versteigert. Doch auch Kunst oder Oldtimer sind lukrativ – aber nicht für jeden gemacht.

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          Über den Geschmack eines exzellenten Whiskys entscheiden viele Details. Es beginnt mit dem Wasser, dessen Quelle für den Standort einer Brennerei oft ausschlaggebend ist. Auch auf das Getreide kommt es an. Zusammen mit einem ausgeklügelten und meist über viele Jahrzehnte erprobten Herstellungprozess ist es aber vor allem die lange Lagerung und Reifung des Whiskys in einem exquisiten Fass, die wahre Qualität und Ansehen ausmachen. Hierfür ist nicht nur die Art des Holzes essentiell wie europäische oder amerikanische Eiche. Die frühere Nutzung des Fasses, das Mikroklima oder die Lagerdauer entscheiden zudem über geschmackliche Nuancen.

          Kerstin Papon
          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Damit ein hervorragender Whisky aber auch wahre Spitzenpreise erzielen kann, muss er nicht nur gerne viele Jahrzehnte alt, sondern zudem selten sein. Begehrt sind limitierte Abfüllungen. Auch die Region oder das Land seiner Herkunft spielen eine wichtige Rolle. Traditionell kommt Whisky aus Irland oder Schottland, aber mittlerweile auch aus Amerika und Japan. Eine einzigartige Geschichte, die er erzählen könnte, wie eine vergessene Kiste im Eis der Antarktis oder im Keller eines Schlosses, sollte ebenfalls preistreibend sein.

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