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Ausbau des Gesundheitssystems : Weltbank stellt Milliarden für Kampf gegen Coronavirus bereit

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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew läuft eine ältere Frau mit einem Mundschutz die Straße entlang. Bild: dpa

Entwicklungsländer sollen für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus Kredite und Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 12 Milliarden Dollar erhalten. Das hat die Weltbank bekannt gegeben. An Amerikas Finanzmärkten herrscht weiter Unsicherheit.

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          Die Weltbank stellt Entwicklungsländern für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus Kredite und Hilfsgelder in Höhe von insgesamt 12 Milliarden Dollar bereit. Es gehe darum, den Staaten „schnell“ und „flexibel“ zu helfen, um den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Epidemie zu begegnen, erklärte Weltbankpräsident David Malpass am Dienstag. Mit den Mitteln könnten unter anderem Gesundheitssysteme ausgebaut werden, erklärte die Weltbank. Rund vier Milliarden Dollar des neuen Hilfspakets stammen demnach aus bestehenden Programmen.

          „Es braucht Schnelligkeit, um Leben zu retten“, fügte Malpass hinzu. Es gehe darum, den „bestmöglichen Nutzen aus den umfassenden Ressourcen, der globalen Expertise und des historischen Wissens über Krisen“ der Weltbank zu ziehen. Bereits in der Vergangenheit habe die Weltbank bei von Epidemien verursachten Krisen Hilfspakete aufgelegt, etwa bei Ebola oder Zika, erinnerte der Weltbankpräsident.

          Zinssenkung der Fed sorgt nicht für Entspannung

          Nur wenige Stunden zuvor hatten die Weltbank und der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen des neuartigen Coronavirus ihre jährliche Frühjahrstagung in den Vereinigten Staaten abgesagt. Die ursprünglich für Mitte April am Sitz der Organisationen in Washington geplanten Treffen sollten nun in einem „virtuellen Format“ stattfinden, hieß es.

          Unterdessen sind die New Yorker Aktienindizes nach einer überraschenden Zinssenkung der amerikanischen Notenbank am Dienstag in den Keller gegangen. Im frühen Handel schwankte der Markt stark, Unentschlossenheit prägte das Geschehen. Anschließend drifteten die Kurse deutlich ins Minus. Der Leitindex Dow Jones Industrial schloss 2,94 Prozent tiefer auf 25.917,41 Punkten. Am Vortag hatte er noch mehr als fünf Prozent gewonnen und einen Großteil der Verluste durch den Ausverkauf der Vorwoche wettgemacht.

          Wegen der Gefahren für die Wirtschaft durch den Ausbruch des neuen Coronavirus hatte die amerikanische Notenbank Fed den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte gesenkt. Es gelang der Fed damit aber nicht, die Sorgen am Markt zu mildern. Vielmehr passierte das Gegenteil. Fed-Chef Jerome Powell erklärte, es sei erkennbar, dass das Coronavirus bereits Auswirkungen auf das Wachstum vieler Länder und die globalen Finanzmärkte habe. Das Ausmaß der Auswirkungen für die amerikanische Wirtschaft sei aber noch „in hohem Maße unsicher“. Der marktbreite S&P 500 rutschte um 2,81 Prozent auf 3003,37 Punkte ab. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 3,19 Prozent abwärts auf 8594,49 Zähler. Die Verunsicherung wegen der nicht abschätzbaren Folgen für die Wirtschaft durch das Coronavirus ist nach wie vor groß.

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