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Wells-Fargo-Skandal : Kredite Tausender Kunden platzten - Autos weg

  • Aktualisiert am

Eine Filiale der Bank Wells Fargo im Bundesstaat North Carolina. Bild: Reuters

Die amerikanische Großbank Wells Fargo ist in den nächsten Skandal verwickelt. Nun kommen neue Details heraus. Die Bank bittet um Entschuldigung und bietet Geld.

          Die nun in den nächsten Skandal verwickelte amerikanische Großbank Wells Fargo will viele Kunden entschädigen, denen sie teure Autoversicherungen verkaufte - ohne deren Wissen. Wie die „New York Times“ am Freitag aus einem internen Bericht zitierte, geht es dabei um mehr als 800.000 Kunden. Die Bank bestätigte die Geschäftspraxis in einer Mitteilung und kündigte millionenschwere Entschädigungen an.

          Das Geldhaus soll von Januar 2012 bis Juli 2016 für zahlreiche Kunden bei Autofinanzierungen zusätzlich teure Unfallversicherungen abgeschlossen haben, ohne sie vorher darüber zu informieren. Die Kosten für den Kollisionsschutz, der häufig gar nicht benötigt wurde, weil Kunden bereits anderweitig versichert waren, wurden zusammen mit den Kreditzinsen und Darlehensraten vom Bankkonto abgebucht.

          Dadurch kam es teilweise zu Überziehungen und Zahlungsproblemen. Im Falle von mehr als 20.000 Kunden platzten die Kredite und sie verloren ihre Autos. „Wir übernehmen die volle Verantwortung und bedauern den Fehler zutiefst“, sagte Franklin Codel, Leiter des Verbraucherkreditgeschäfts von Wells Fargo. Die Bank kündigte Entschädigungen von insgesamt 80 Millionen Dollar (umgerechnet 68 Millionen Euro) an.

          Es bleiben allerdings Unklarheiten. So ist von Seiten der Bank von 570.000 betroffenen Kunden die Rede - deutlich weniger als in dem internen Bericht, auf den sich die „New York Times“ bezieht. Fest steht, dass das Problem für die Bank zu einer denkbar schlechten Zeit kommt. Nach einem Skandal um mehr als zwei Millionen unautorisierte Bank- und Kreditkartenkonten hat ihr Image bereits stark gelitten.

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