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Kosten für Einlagen : Der Sparzins sinkt unter null

Die Skyline der Bankenstadt Frankfurt am Main. Bild: Reuters

Was viele für reine Theorie hielten, ist Realität geworden: Erstmals in der Geschichte wird der Zinssatz für private Einlagen mit bis zu einem Jahr Laufzeit im Durchschnitt negativ. Doch was heißt das für Sparer?

          4 Min.

          Jetzt ist es amtlich: Deutschlands Sparer müssen dafür zahlen, dass sie einer Bank ihr Erspartes für einige Zeit zur Verwendung überlassen dürfen. Der Zinssatz für Einlagen privater Haushalte mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr bei Kreditinstituten in Deutschland ist erstmals in der Geschichte im Durchschnitt unter null gesunken. Das berichtet das Internetportal Weltsparen in seinem regelmäßig erscheinenden „Zinsradar“, der der F.A.Z. exklusiv vorab vorliegt. Grundlage sind Zahlen der Europäischen Zentralbank (EZB) über die von den Banken und Sparkassen erhobenen Zinssätze für Neueinlagen, die von den Instituten gemeldet werden müssen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dieser Zinssatz ist schon lange sehr niedrig – im Dezember aber ist er offenbar in Deutschland zum ersten Mal auch für private Sparer unter null gefallen. Er betrug minus 0,01 Prozent. Auch in Dänemark ist der entsprechende Zinssatz der Statistik zufolge negativ, das gab es aber auch schon früher. Das dritte Land in Europa mit durchschnittlich negativen Zinsen für private Sparer ist Luxemburg.

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