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Höchstgrenze für Gebühren : Geldautomaten dürfen teuer sein

Hohe Fremdabhebegebühren an Bankautomaten: Was sagt das Bundeskartellamt dazu? Bild: dpa

Wer Geld an einem fremden Bankautomaten abheben will, muss mit hohen Gebühren rechnen. Doch das Bundeskartellamt sieht keinen Grund für eine weitergehende Regulierung.

          Das Bundeskartellamt sieht keinen Grund für eine weitergehende Regulierung der Geldautomatengebühren. Nach Abschluss einer umfassenden Marktuntersuchung verweisen die Bonner Wettbewerbshüter darauf, dass die meisten Verbraucher für das Abheben von Bargeld auf preisgünstigere Automaten ausweichen könnten. Die 2011 eingeführten Vorschriften, wonach die Verbraucher über die anfallenden Gebühren informiert werden müssen, hätten sich bewährt. Kartellamtspräsident Andreas Mundt warnte die Banken aber davor, den Bogen zu überspannen. Man werde den Markt weiter beobachten. Bei besonders hohen Fremdabhebegebühren an Geldautomaten, „für die es weit und breit keine Alternative gibt“, könne das Amt Preismissbrauchsverfahren einleiten. Eine staatliche Gebührenbegrenzung hält die Kartellbehörde aber nicht für sinnvoll.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Denn zu niedrig angesetzte Limits könnten dazu führen, dass an bestimmten Standorten gar keine Automaten mehr unterhalten würden. Nach Angaben des Kartellamtes bewegen sich die von den Banken erhobenen Gebühren für Fremdkunden derzeit überwiegend zwischen 3 und 5 Euro je Abhebung. Teilweise würden aber auch deutlich höhere Beträge verlangt. Eine Erhebung der FMH Finanzberatung machte als Spitzenreiter die Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld aus, die von 4,95 auf 6,45 Euro angehoben habe.

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