https://www.faz.net/-gv6-86mjp

Wechselkurse : Chinesische Zentralbank schickt Yuan weiter auf Talfahrt

  • Aktualisiert am

Die chinesische Zentralbank lässt den Yuan weiter fallen. Bild: Reuters

Obwohl die Notenbank die gestrige Senkung des Referenzkurses als einmalige Maßnahme bezeichnet hat, legt sie heute noch einmal nach. Der Yuan verliert deutlich. Die Angst vor einem Währungskrieg wächst.

          1 Min.

          Chinas Zentralbank hat den Yuan (Renminbi) mit einem erneuten Eingreifen auf Talfahrt geschickt. Die Bank setzte am Mittwochmorgen den Referenzkurs auf 6,3306 Yuan pro Dollar fest - ein Abschlag für die chinesische Währung von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortag. Bereits am Dienstag hatte die Bank den Referenzkurs um 1,9 Prozent gesenkt, und damit den Yuan im Verhältnis zum US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren geschickt. An den Märkten löste der Schritt bei einigen Händlern Sorgen vor einem Währungskrieg aus. Der Yuan liegt jetzt auf einem Vierjahrestief.

          Ungewisse Zukunft

          Der Yuan ist keine frei schwankende Währung wie etwa der Euro. Vielmehr ist er an den Kurs des Dollar gebunden: Die Zentralbank bestimmt arbeitstäglich einen Referenzkurs, um den der Yuan um maximal zwei Prozent schwanken darf.

          Unklarheit herrscht nun darüber, ob noch weitere Abwertungsschritte folgen. Die Zentralbank schrieb zwar am Mittwoch in einer Stellungnahme: „Momentan gibt es keinen Basis dafür, die Abwertung des Wechselkurses fortzusetzen“. Allerdings hatten die Geldwächter schon beim der Intervention am Vortrag betont, dass es sich um eine „einmalige Maßnahme“ handelte.

          Lob vom IWF

          Analysten glauben, dass der schwächere Yuan der Exportindustrie des Landes helfen wird. Die Ausfuhren Chinas waren im Juli um 8,3 Prozent im Vergleich zum Juli des Vorjahres eingebrochen.

           Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die neue Methode der chinesischen Zentralbank zur Bestimmung des täglichen Referenzkurses der Landeswährung Yuan positiv. Die Marktkräfte dürften künftig eine größere Rolle bei der Festlegung des Wechselkurses haben, teilte der IWF am Mittwoch mit. Dies sei ein „willkommener Schritt“ in Richtung einer größeren Flexibilität. Der Fonds gehe davon aus, dass China in zwei bis drei Jahren ein frei schwankendes Wechselkurssystem haben könnte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Das Thema Grundrente sorgt wiederholt für Streit in der Koalition.

          Zeitungsbericht : Union erwägt Verschiebung der Grundrente

          Um keine Erwartungen zu hegen, die man nicht erfüllen könne: Der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Peter Weiß, denkt über eine Verschiebung der Grundrente bis Juli nach.
          Gelände getroffen: Die amerikanische Botschaft am Fluss von Tigris in Bagdad, Irak.

          Irak : Rakete trifft amerikanische Botschaft in Bagdad

          Es ist nicht der erste Raketenangriff auf amerikanische Ziele in Irak: Doch nun hat eine Rakete das Gelände der amerikanischen Botschaft in Bagdad direkt getroffen. Mindestens drei Menschen sollen verletzt worden sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.