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Angriff in Saudi-Arabien : „Nicht mal der weltgrößte Öl-Exporteur ist noch sicher“

Rauch steigt über der von Drohnen getroffenen Anlage in Abqaiq, Saudi-Arabien, auf Bild: Reuters

Was passiert nach dem Angriff auf Saudi-Arabien mit dem Ölpreis? Rohstoff-Fachmann Eugen Weinberg über den Produktionsausfall, die Reaktion der Amerikaner und den Umgang mit Iran.

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          Herr Weinberg, wie entwickelt sich der Ölpreis weiter nach dem Angriff auf Saudi-Arabien?

          Alexander Armbruster

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Das ist wirklich sehr schwer abzuschätzen. Was wir hier erleben, ist die größte einmalige Reduktion des Ölflusses in der Geschichte. Das hat es noch nicht gegeben, nicht in den siebziger Jahren und nicht als der Irak in Kuweit einmarschierte. Ich kann Ihnen sagen: Wir wissen noch nicht einmal, wie wir diese Situation genau beschreiben können.

          Wieso?

          Saudi-Arabien ist nach wie vor der wichtigste Ölexporteur der Welt. Das Land war in dieser Hinsicht immer sehr stabil, nie war die Produktion über mehrere Tage beeinträchtigt, immer auch gab es Ausweichmöglichkeiten. Das jetzt ist schlicht atypisch – langfristig ist in jedem Fall eine neue Unsicherheitsprämie auf den Ölpreis gerechtfertigt. Die Risiken des Nahen Ostens sind nun neu in das Bewusstsein der Anleger gerückt.

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