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Jürgen Stark im Gespräch : „Die EZB ist auf die schiefe Bahn geraten“

Jürgen Stark Bild: Aders, Hannah

Der frühere EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark spricht im Interview über die Anleihekäufe der Notenbank, das strittige Urteil des Verfassungsgerichts und neue Konflikte im Euroraum.

          5 Min.

          Herr Stark, Sie waren bis Ende 2011 Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB) und gelten heute als einer ihrer schärfsten Kritiker. Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der EZB in der Corona-Krise?

          Dennis Kremer
          Redakteur im Ressort „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Der Beginn dieser Pandemie hätte für die EZB zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. Denn schon unter ihrem vorherigen Präsidenten Mario Draghi hat sie versäumt, den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik einzuleiten. So herrschte allgemein der Eindruck, dass die Zentralbank im Falle einer neuen Krise keine größeren Handlungsoptionen mehr besitze.

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