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Autofinanzierung : Lockzinsen

Neuwagen und Gebrauchtwagen sind teurer geworden. Bild: dpa

Was ist von Null-Prozent-Finanzierungen beim Autokauf zu halten? Vorsicht vor Lockangeboten und Nepp ist in jedem Fall geboten.

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          Beim Autokauf ist es so ähnlich wie beim Hauskauf. Die Fahrzeuge und Immobilien werden immer teurer - dafür sind die Zinsen, mit denen sich eine Kreditfinanzierung bewerkstelligen lässt, immer weiter gesunken.

          Während die Bauzinsen mit den Renditen der Staatsanleihen zuletzt ein wenig gestiegen sind, sind Autokredite zum Teil sogar noch günstiger als im vorigen Jahr. Das ermuntert, sie zu nutzen: Früher hatte viele Leute das Gefühl, ein Haus könne man problemlos auf Kredit kaufen, beim Auto aber waren sie ähnlich wie beim Urlaub eher etwas vorsichtig. Das scheint sich aber nach und nach zu ändern. Sowohl Leasingverträge als auch Kreditfinanzierungen für Autos haben auch im privaten Bereich zugenommen.

          Verbraucher sollten aber aufpassen: Oftmals wird für Autokredite mit Lockzinsen geworben. Null-Prozent-Finanzierungen und Kredite mit Negativzinsen sind oft eine Art Absatzförderung, die im Gegenzug mit Rabatten verrechnet werden. Manchmal sind sie auch schlicht Nepp. In der Kalkulation heißt es, die Gesamtbelastung zu vergleichen.

          Wer im Internet sucht, findet häufig Kredite auch von seriösen Anbietern, die unter dem Strich etwas günstiger sind als das, was der Autohändler anbietet. Zumindest alternative Angebote einzuholen, ist deshalb nicht nur bei der Hausfinanzierung sinnvoll, wie es viele tun, sondern auch beim Autokauf auf Kredit. Es ist wohl schlicht Bequemlichkeit, dass viele Leute das in der Praxis noch nicht machen.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

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