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Reform : Das kostet mich die Grundsteuer

Wohnhäuser in Berlin Bild: dpa

Jedes Bundesland entscheidet künftig selbst, wie es die Grundsteuer erhebt. Doch ist die Grundsteuer wirklich so gerecht, wie behauptet wird? Wir haben die beiden Hauptmodelle durchgerechnet.

          3 Min.

          Bund, Länder und Kommunen und viele Ökonomen haben jahrelang gestritten, wie die verfassungswidrige Grundsteuer reformiert werden kann. Doch jetzt könnte es ganz schnell gehen. Nach der grundsätzlichen Einigung zu Wochenanfang folgte am Freitag die Verabschiedung im Bundeskabinett, nach der Sommerpause sollen Bundestag und Bundesrat zustimmen. Immobilienbesitzer und ihre Mieter, die die Steuer zahlen müssen, also eigentlich alle Einwohner des Landes, wissen dann allerdings noch lange nicht, wie teuer sie die neue Grundsteuer kommen wird.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Denn die Einigung sieht vor, dass es künftig zwar eine bundeseinheitliche Regelung geben wird, die Bundesländer aber mit einem eigenen Modell davon abweichen dürfen. Die Debatte darüber wird nun in den Ländern beginnen und bis ins nächste Jahr hinein andauern. Es läuft auf zwei Modelle mit nicht wirklich geschickt gewählten Arbeitstiteln heraus: auf WUM und WAM. Welches Kürzel am Ende die Steuerzahler billiger kommt, hat die F.A.S. für mehrere Beispielfälle errechnet (siehe Tabelle).

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