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Aktie im Blick : Was die Aareal Bank interessant macht

ARL: Das Kürzel der Aareal Bank steht auf einer Börsentafel. Bild: dpa

Drei Finanzinvestoren wollen den Immobilienfinanzierer übernehmen. Vor allem seine Software-Einheit Aareon gilt als Kronjuwel.

          3 Min.

          Die gewerbliche Immobilienfinanzierung hat in der Bankenbranche lange Zeit als „langweilig, weil risikoarm“ gegolten. Krisen am Immobilienmarkt können aber die gesamte Finanzwelt erschüttern, wie die Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 gezeigt hat. In Deutschland stehen derzeit zwei Immobilienfinanzierer zum Verkauf: Die deutschen Sparkassen wollen innerhalb ihrer Gruppe der öffentlich-rechtlichen Institute die Berlin Hyp verkaufen. In Wiesbaden greifen die Finanzinvestoren Centerbridge, Towerbrook und Advent nach der Aareal Bank. Deren Aktie war noch bis zum 22. März im M-Dax der mittelgroßen Werte vertreten, befindet sich seitdem eine Klasse tiefer im S-Dax. Trotz des Indexabstiegs hat der Kurs seit Jahresanfang um mehr als 40 Prozent zulegen können, wozu die Finanzinvestoren mit ihrem Übernahmeinteresse wesentlich beigetragen haben.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nach Angaben der Aareal Bank erwägen diese ein Übernahmeangebot von 29 Euro je Aktie, was eine Prämie von 35 Prozent über den durchschnittlichen Kurs in den drei Monaten vor Bekanntgabe des indikativen Angebots entspräche. Das ließ den Kurs der Aareal-Bank-Aktie am vergangenen Donnerstag in der Spitze um fast 27 Prozent nach oben springen. Am Montag zog etwas Ernüchterung ein, der Kurs gab um mehr als 2 Prozent nach. Auch die Analysten zeigen sich zurückhaltend: Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten zwölf Fachleute schätzen den durchschnittlichen Zielkurs mit 24,42 Euro deutlich unter dem Angebot ein. Drei empfehlen den Titel zum Kauf, fünf zum Halten und vier zum Verkauf.

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