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Digitalisierung der Banken : „Was schiefgehen kann, geht schief“

Der zukünftige Erfolg der Banken hängt auch maßgeblich an deren IT-Entwicklung. Bild: dpa

Digitalisierung bei Banken ist mehr als nur der Zusammenbau von Technik. Der Faktor Mensch trägt zum Gelingen der großen Projekte bei – zum Absturz auch.

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          Die Deutsche Bank weiß davon ein Lied zu singen. Von dem Fluch der sogenannten „Legacy“, die eine Großbank wie die Deutsche Bank mit sich rumschleppt. Als „lausig“ hatte der frühere Vorstandsvorsitzende John Cryan den Zustand der IT in der Bank einst bezeichnet und damit den Spott intern wie extern nur verstärkt. Eine Umschreibung, die der heutige IT-Vorstand Bernd Leukert nicht so stehen lassen will. „Unsere IT ist weitaus besser, als dieses eine Attribut suggerierte. Unsere Systeme sind sehr sicher und verlässlich“, sagte Leukert vor kurzem im Interview mit der F.A.Z.

          Inken Schönauer

          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          Bezeichnenderweise nennt sich Leukert offiziell gar nicht mehr IT-Vorstand, sondern Vorstand für Daten, Digitalisierung und Innovation. Das allein zeigt schon, dass die IT heute für Banken mehr ist als das korrekte Versenden von E-Mails oder die geräuschlose Zusammenführung von Netzwerkkapazitäten. Wie auch immer man es bezeichnet, die IT ist das Herzstück einer Bank und entscheidet maßgeblich mit über den Geschäftserfolg. Das System muss laufen. Das gilt natürlich auch für alle andere Branchen, aber bei Banken ist die Sache noch etwas komplizierter, weil sie unter besonderer Aufsicht und mit besonderer Regulierung versehen sind. Das bedeutet nicht nur mehr Kontrolle, sondern auch einen erheblichen Kostenaufwand, um die Anforderungen erfüllen zu können. Das sind finanzielle Aufwendungen, die an anderen Stellen der stark unter Druck stehenden Banken fehlen. Oft wird dann an der Modernisierung der IT gespart.

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