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Börse, Angst und Schrecken : Warum wir Aktienrisiken falsch einschätzen

Das Risiko, den Bullen bei den Hörnern zu packen, wird oft überschätzt – oder unterschätzt. Eher selten stimmt die Erwartung. Bild: Daniel Vogl

Aktienanlagen haben ein Risiko – und bieten Chancen. Selten werden sie richtig eingeschätzt. Das liegt auch in der Natur des Menschen und wie er das Unbekannte beurteilt.

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          Menschen ziehen bei der Abwägung von Chancen und Risiken instinktiv bestimmte Konstellationen anderen vor, gerade beim Thema Geld – auch wenn dies einer logischen Überprüfung nicht standhält. Die sogenannte positive Schiefe scheint ihnen stets attraktiver als die sogenannte negative. Dabei ist unter „positiver Schiefe“ zu verstehen, dass die Aussicht auf einen großen Gewinn besteht, dieser aber eher unwahrscheinlich ist. Bei negativer Schiefe ist der mögliche Gewinn vergleichsweise klein, aber dafür deutlich wahrscheinlicher.

          Martin Hock
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Einen Erklärungsansatz für dieses Verhalten liefert die in den Sechzigerjahren entstandene Prospekt-Theorie, für die der Amerikaner Daniel Kahnemann 2002 den Nobelpreis erhielt. Im Grunde besagt diese nichts anderes, als dass sich Menschen von absoluten Risiken und Chancen blenden lassen und diese so überbewerten oder unterschätzen. Je nachdem, ob die gleichen Resultate vorteilhaft oder nachteilig dargestellt wurden, änderte sich in Versuchen die Risikobereitschaft der Probanden.

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