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Bezahlen im Internet : Verbraucher nutzen Paypal öfter als ihre Girokarte

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Paypal hat sich vom Neuling zum Platzhirsch im Geschäft mit dem Bezahlen entwickelt Bild: dpa

Der Wettbewerb zwischen etablierten und neuen Bezahlmethoden eröffnet Kunden zusätzliche Alternativen. Dabei versuchen Banken, der wachsenden Bedeutung von Digitalkonzernen Paroli zu bieten.

          Deutsche Verbraucher gelten als Bargeldfans, nutzen aber zunehmend auch andere Zahlungsmittel. Zwar sind Scheine und Münzen noch immer am beliebtesten – 80 Prozent verwenden sie häufig, wie aus Umfragen des Meinungsforschungsinstituts YouGov hervorgeht.

          Bei Einkäufen im Internet jedoch nutzen demnach mit 58 Prozent deutlich mehr als die Hälfte der Befragten den Online-Bezahldienst Paypal. Den dritten Rang belegt die Girocard, auch EC-Karte genannt. 41 Prozent der Befragten gaben an, sie häufig einzusetzen.

          Die Häufigkeit des Einsatzes dürfte allerdings nicht allein entscheidend für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung einer Bezahlmethode sein. Denn dabei ist auch die Höhe des abgewickelten Volumens zu berücksichtigen sowie die qualitative Bedeutung der jeweiligen Transaktion.

          Auch der Einsatz anderer Bezahldienste wie Payback Pay (8 Prozent) sowie Google Pay (4 Prozent) und Apple Pay (2 Prozent) macht sich den Angaben zufolge allmählich statistisch bemerkbar.

          Verbraucher schätzen je nach Bezahlmethode unterschiedliche Eigenschaften. Als positive Eigenschaften des Bargeldes nannten Befragte Schnelligkeit, Vertrautheit und Sicherheit. Das Zahlen per Girocard oder Kreditkarte wird von den Verbrauchern als komfortabel und schnell empfunden. Für sicher halten diese Zahlungsart jedoch nur ein Viertel der Befragten (26 Prozent), wie aus einer Umfrage im Auftrag des Beratungsunternehmens BearingPoint hervorgeht.

          An Bezahldiensten wie Apple Pay, Google Pay oder Paypal schätzen die Befragten ebenfalls Schnelligkeit und Komfort. Für sicher halten diese nur 25 Prozent der Befragten.

          Deutsche Banken und Sparkassen versuchen schon seit Jahren, die starke Präsenz des aus dem amerikanischen Silicon Valley stammenden Bezahldienst Paypal mit einem gemeinsamen Bezahlsystem zu kontern. Das aus dieser Bemühung heraus entstandene Paydirekt hat zwar auch schon einige namhafte Onlinehändler gewonnen, in deren Onlineshops Kunden direkt über ihr Bank- oder Sparkassenkonto zahlen können – etwa das Versandhaus Otto, die Onlineapotheke Doc Morris oder die Drogeriekette Rossman. Doch ein breiter Durchbruch ist mit Paydirekt noch nicht gelungen.

          Laut einem Bericht des Handelsblatts will die deutsche Kreditwirtschaft nun mit einem als X-Pay bezeichneten Projekt ihre Bemühungen zum Aufbau eines gemeinsamen Bezahlsystems stärker bündeln. Dabei gehe es auch um einen europaweit einsetzbaren Standards im Rahmen des als Sepa API Access Scheme genannten neuen Regelwerks. Die Kreditwirtschaft hat sich gegenüber dem Handelsblatt allerdings nicht zur Sache geäußert.

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