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Staatshaushalt : Warum Schuldengrenzen für Krisenzeiten nützlich sind

Das Kapitol in Washington: Amerikas Regierung droht immer wieder das Geld auszugehen. Bild: Bloomberg

Der Internationale Währungsfonds hält Regeln, die Staatsschulden begrenzen für nützlich – vor allem in Krisenzeiten. Denn gerade Länder mit festen Grenzen kämen deutlich schneller auf das alte Niveau zurück.

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          Für Länder mit festen, glaubwürdigen Regeln und Grenzen für die öffentliche Schuldenaufnahme ist es leichter und billiger, Geld aufzunehmen. Zu diesem Ergebnis kommt der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem neuen Fiscal Monitor. Länder mit festen Schuldenregeln überwinden demzufolge Krisen deutlich schneller als Länder ohne solche Regeln und kommen früher auf das alte Schuldenniveau zurück. Zugleich müssten die Schuldenregeln aber flexibel sein, um den Regierungen Flexibilität in Krisen wie aktuell in der Corona-Pandemie zu gewähren.

          Winand von Petersdorff-Campen
          Wirtschaftskorrespondent in Washington.
          Johannes Pennekamp
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaftsberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

          Der IWF reagiert mit den Empfehlungen auf die dramatisch gewachsenen Schuldenstände auf der ganzen Welt. Regierungen haben mit Ausgabenprogrammen versucht, die Folgen der Pandemie zu mildern. 2020 waren die öffentlichen Schulden der Welt auf 97 Prozent der Wertschöpfung geklettert, für dieses Jahr lautet die Prognose 99 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung. Die Empfehlungen fallen in eine Zeit, in der in Deutschland und den Vereinigten Staaten aus unterschiedlichen Gründen über die Schuldengrenzen diskutiert wird.

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