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Folgen der Corona-Pandemie : War’s das mit dem Immobilien-Boom?

In den vergangenen zehn Jahren sind die Immobilienpreise um mehr als die Hälfte gestiegen. Bild: dpa

In der Corona-Krise bangen die Menschen um ihre Existenz. Sorgt die Pandemie für günstige Wohnungen?

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          Sicher ist in diesen Zeiten eben doch nicht immer sicher. Gold und Bundesanleihen gelten als „sichere Häfen“, die Stabilität versprechen, wenn es in der Welt unruhig wird. Beide haben allerdings in der Corana-Krise ebenfalls an Wert verloren. So rückt ein anderes Gold in den Mittelpunkt: das Beton-Gold. Denn auch Wohnimmobilien gelten als solide, unerschütterliche Geldanlage.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aber auch hier fragt man sich schnell, ob sie in der aktuellen Lage stabil bleiben werden. Manch einer, dem die Preise in den vergangenen Jahren zu stark gestiegen waren, hofft gar, dass sie günstiger werden, um endlich zuschlagen zu können. Noch ist es zu früh, um schon aktuelle Preisentwicklungen aus den vergangenen Krisenwochen zu bekommen. Wohnungen werden nicht wie Aktien oder Gold jeden Tag an der Börse gehandelt. Aber eine Recherche bei Maklern und Kreditfinanzierern gibt erste Indizien. „Wir sehen derzeit keine Preisabschläge bei den Immobilienangeboten, noch ist aber bei den meisten Verkäufern auch keine Notwendigkeit dafür da“, sagt der Vorstandsvorsitzende des Immobilienmaklers Engel & Völkers, Sven Odia. Auch in Italien, wo die Pandemie schon länger wütet, sei das so. „Allerdings ist die Nachfrage in Deutschland stark eingebrochen. Wir führen 35 bis 40 Prozent weniger Objektbegehungen als üblich durch, in Bayern sogar etwa 80Prozent weniger, weil dort die Ausgangsbeschränkungen schärfer sind.“

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